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29.06.2017 - 18:31
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Foto: APA/BARBARA GINDL, "Krone"-Grafik / Video: Ubimet

Auf Sturm folgt Kältewelle: Bis zu minus 20 Grad

05.01.2017, 16:15

Dicke Jacke, Haube, Schal, Handschuhe und lange Unterhosen sind die kommenden Tage in Österreich gefragt. Tief "Axel" beschert uns nach den Sturmböen mit Spitzen bis zu 130 km/h nun eine extreme Kältewelle und Schnee. In den Niederungen wird Dauerfrost prognostiziert, auf den Bergen kommen minus 20 Grad.

Jetzt wird es richtig winterlich: Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich kann es am Donnerstag kräftig schneien, stellenweise wird mit bis zu einem halben Meter Neuschnee gerechnet - vor allem auf den Bergen im Bereich des Salzkammerguts oder am Arlberg.

In Oberösterreichs und Vorarlbergs Bergen gingen seit Mittwoch bereits 50 Zentimeter Neuschnee nieder. Bis Freitag soll die Schneehöhe in Oberösterreich sogar auf insgesamt einen Meter anwachsen.

Foto: "Krone"-Grafik (Quelle: Ubimet)

Lawinengefahr steigt

Mit dem etwas abgeklungenen, aber nach wie vor spürbaren eisigen Wind kann es auch zu Schneeverwehungen kommen, die Lawinengefahr steigt daher in Österreichs Bergen immens. Durch den Sturm haben sich umfangreiche labile Triebschneeablagerungen gebildet, die jederzeit losgetreten werden können. Schon ein einziger Skifahrer könne im Gelände ein Schneebrett auslösen, hieß es beim zuständigen Amt der oberösterreichischen Landesregierung.

Foto: APA/BARBARA GINDL

Kaltluftmassen bringen eisige Temperaturen

Im Osten und Süden Österreichs blinzelte am Donnerstag sogar die Sonne ein paarmal durch, die Temperaturen bewegten sich zwischen minus neun und plus zwei Grad. Am Dreikönigstag wird dann aber das ganze Land von einer Kältewelle mit Tiefsttemperaturen von bis zu minus 20 Grad erfasst. So sind polare Kaltluftmassen am Feiertag wetterbestimmend.

Foto: APA/BARBARA GINDL

Vor allem entlang der Alpennordseite zwischen Salzburg und dem westlichen Niederösterreich schneit es noch zeitweise. Überall sonst gibt es hingegen viel Sonnenschein, im Norden und Osten jedoch auch ein paar dichtere Wolken, die bis zum Abend noch lokale Schneeschauer bringen. Laut Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sind lediglich maximal minus ein Grad zu erwarten. Erst am Sonntag wird es wieder ein wenig wärmer: Wir dürfen uns auf vergleichsweise angenehme vier Grad freuen.

Foto: APA/dpa/Ralf Hirschberger

Bereits am Mittwoch waren heftige Windböen vor allem über den Großraum Wien gezogen - "so arg war's noch nie", meint die Dame im Video:

Video: krone.at

Der Winterorkan war mit rund zu 130 km/h über weite Teile des Landes gefegt - es kam zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen . Allein in Niederösterreich rückten insgesamt 850 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren zu 82 Notfällen aus, berichtete das Landeskommando.

Foto: MA 68 Lichtbildstelle

Schneemassen führten zu Verkehrsunfällen

Im niederösterreichischen Breitenstein kam am Donnerstag ein Lkw von der schneeglatten Fahrbahn ab. Das Schwerfahrzeug stürzte über eine Böschung in den Graben und kam auf dem Kühlaufbau zu liegen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Im niederösterreichischen Breitenstein stürzte ein Lkw in einen Graben.
Foto: Einsatzdoku.at

Auch in Salzburg kam es aufgrund der Schneemassen zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Feuerwehrleute hatten alle Hände voll zu tun, um Fahrzeuge zu bergen, die von der Straße abgekommen waren und im Schnee feststeckten. Alleine in den Morgenstunden blieben mehr als zehn Lkw auf der Tauernautobahn im Lungau in Fahrtrichtung Salzburg hängen.

Foto: APA/BARBARA GINDL

Video: Sturm hielt Wiener Einsatzkräfte auf Trab

Video: krone.tv

Matthias Lassnig, Kronen Zeitung/krone.at

Redaktion
krone.at
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