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30.09.2016 - 01:48
Mit einer mit Wasser gefüllten 1-Liter-Glasflasche ähnlich dieser, soll die Frau zugeschlagen haben.
Foto: Thinkstockphotos.com, Jürgen Radspieler

88- Jährige erschlägt Mitbewohnerin mit Flasche

20.08.2016, 11:21

Bluttat in Grazer Pflegeheim: Eine 88- Jährige soll am Freitagabend ihre Mitbewohnerin (86) mehrmals mit einer vollen Glasflasche derart wuchtig auf den Kopf geschlagen haben, dass diese kurz darauf ihren schweren Verletzungen erlag. Die Tatverdächtige wurde wegen ihres körperlichen und geistigen Zustandes ins Krankenhaus gebracht.

Das Drama nahm kurz nach 20 Uhr in dem Pflegeheim im Bezirk Ries seinen Lauf. Fritz Grundnig von der Landespolizeidirektion Steiermark erklärte, dass die blutüberströmte Bewohnerin von einer Pflegerin offenbar kurz nach der Tat entdeckt worden sei. Die mutmaßliche Täterin hielt sich noch im Zimmer auf. Die beiden betagten Frauen hatten sich das Zimmer geteilt. Die Tatwaffe - eine volle Ein- Liter- Mineralwasserflasche - wurde sichergestellt.

Das 86- jährige Opfer wurde nach der Attacke mit schwersten Kopfverletzungen in das LKH Graz gebracht. Etwa eine Stunde, gegen 21.30 Uhr, später verstarb die betagte Frau. Die Staatsanwaltschaft Graz hat die Leiche beschlagnahmt und eine Obduktion angeordnet.

"Das ist tragisch genug"

Die Verdächtige - sie ist psychisch krank, wie es seitens der Heimleitung hieß - wurde in die Landesnervenklinik gebracht. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Die Vernehmungen laufen. Unklar sei, ob die Verdächtige schon früher gewaltbereit war. Auch das Motiv für die Bluttat ist noch völlig unklar. Die Leiterin zeigte sich bestürzt und wollte keine weitere Stellungnahme abgeben: "Das ist tragisch genug."

Die Verdächtige wurde in die ehemalige Landesnervenklinik Sigmund Freud gebracht. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Mordes, stehe aber erst am Anfang. Spätestens am Sonntag wird das Gericht entscheiden, ob die Frau in Untersuchungshaft kommt, in der Klinik bleibt oder auf freien Fuß gesetzt wird.

20.08.2016, 11:21
AG/red
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