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08.12.2016 - 22:49
Foto: Andreas Graf / Video: APA

Willkommen in Michael Knights Musikantenstadl!

05.02.2011, 13:14
24 Jahre nach der Begründung seines Status als Musik-Superstar des deutschsprachigen Raums hat David Hasselhoff am Freitagabend wieder in Wien aufgespielt. Den Besuchern der mäßig gefüllten Stadthalle versprach man im Vorhinein euphorisch "drei Stunden Party" - und behielt Recht damit. Grund zum Feiern war aber für den Großteil eher die Reise in die eigene Jugend als das, was der Zwei-Meter-Hüne auf der Bühne bot.

Wohl im Wissen, dass er sich auf seinen Lorbeeren ausruhen kann, tat Hasselhoff das auch die meiste Zeit - und das sehr zur Freude derer, die nicht wegen seines bei der "Starnacht am Wörthersee" und im "Musikantenstadl" gestarteten Comebacks gekommen waren, sondern wegen des Schauspielers, der sie in "Knight Rider" und "Baywatch" durch die 80er und 90er begleitet hatte.

Selten war die Dichte an Mittzwanzigern mit Perücken, Pilotenbrillen, Brusthaartoupets und roten Rettungsbojen in einem Raum höher als an diesem Abend. "Thank you, David, for Sweetening our Youth", hieß es auf einem Plakat und auch als die Bühne noch leer war, gingen "David"- Sprechchöre und die Welle durch die Menge.

Looking for Limbo Dance...

Hasselhoff spielte gekonnt mit seinem Kultstatus, ließ auf der Videoleinwand Szenen aus seinen Serien und seinem Auftritt an der Berliner Mauer laufen, zu deren Fall er zumindest seiner Meinung nach mit dem Song "Looking for Freedom" beigetragen hatte. Die meiste Euphorie kam dann auch bei jenen Nummern auf, die Hasselhoff in Österreich und Deutschland seinerzeit an die Spitze der Charts katapultiert hatten: beim "Limbo Dance", "Crazy for You", dem wegen des Dialekts des Sängers noch immer unfreiwillig komisch wirkenden "Wir zwei allein" und - natürlich - "Looking for Freedom".

Um die Bühne war ein Meer aus Händen, eine endlos lange Polonaise zog durch die Halle - mangels Auswahl an Liedern oder aus Freude an der Party wurden der "Limbo Dance" und "Rock the World" einfach doppelt gespielt. Die Fans hatten ihren Spaß daran.

Vom knielangen Sakko bis zum Lackanzug

Besonders lautes Gekreische und tosenden Applaus gab es auch bei den Titelmelodien zu "Knight Rider" und "Baywatch", auf den "the man - the myth - the Hoff", wie er selbstbewusst auf der Leinwand genannt wurde, nicht einmal zu hören ist. Das Auffälligste am stimmlich passablen Auftritt des Sängers, der zuletzt vor allem mit Scheidungskrieg und im Internet dokumentierten Alkoholeskapaden von sich reden machte, war der ständige Wechsel bizarrer Outfits - vom knielangen knallblauen Sakko über einen Lackanzug bis zu metallbeschlagenen Stiefeln, in denen er unbeholfen wie in Skischuhen über die Bühne stakste. Umgeben war er dabei stets von seinen Tänzern, durch die das Hölzerne seiner eigenen Bewegungen mehr hervorgehoben als kaschiert wurde.

Obwohl Hasselhoff selbst auf den Nostalgie- Faktor setzte, richtete die Show sich wie sein am 1. April erscheinendes Comeback- Album "A Real Good Feeling" an ein Publikum, das gerne schunkelt. Stehplätze gab es keine und statt Wellenbrechern nur Absperrbänder. Und trotzdem bildete sich eine Menschentraube vor der Bühne, wurde von manchen euphorisierten Burschen mit nacktem Oberkörper wild getanzt. Einige schafften es auch auf die Bühne und tänzelten um ihr Idol herum und vor den Securities weg.

Weniger gut angekommen ist hingegen der Auftritt von Hasselhoffs Töchtern Taylor Ann und Hayley. Als "Bella Vida" lieferten sie zur Hälfte des Konzerts massentauglichen Elektropop à la "t.A.T.u.". Vom Publikum wurden sie trotzdem mit Buhrufen und Pfiffen bestraft. Eine Nostalgie- Reise unterbricht man nicht...

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