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25.02.2017 - 14:08
Foto: Universal Music

The BossHoss: "Kommen mit Feuer und Raketen!"

23.09.2015, 17:00
Zehn Jahre Bandgeschichte, acht Studioalben und nun zum Jubiläum ein Doppelschlag namens "Dos Bros" - Europas berühmteste Cowboys, The BossHoss, melden sich nach einer kleinen Pause wieder tatkräftig zurück und veröffentlichen dabei nicht nur ein reguläres neues Studioalbum, sondern gleich auch eine Cover-CD. Bevor das Gespann mit "Feuer und Raketen" 2016 auch in die Wiener Stadthalle kommt, haben wir uns mit den beiden Oberbossen Alec Völkel und Sascha Vollmer über abgemilderten Rock'n'Roll, den Hang zum radiotauglichen Hitsong und eventuelle Pläne im Film- und Literaturbereich unterhalten.

"Krone": Alec, Sascha – heuer feiert ihr zehn Jahre The BossHoss. Eine schöne Zahl, bei der ihr erstmals rekapitulieren könnt, was in eurer ereignisreichen Karriere so alles passiert ist.
Alec Völkel: Wir sind noch da – das ist schon mal super und nebenbei sind wir noch viel bekannter, größer und erfolgreicher als am Anfang. Von unserem Gefühl her ist es jetzt besser als je zuvor, das ist schon geil.
Sascha Vollmer: Man muss auch sagen, dass wir quasi zehn Jahre durchgearbeitet haben und acht oder neun Studio- und Livealben rausgebracht. Viele Liveshows, unzählige Fernsehshows – da fliegen die Jahre dahin. Wenn man so lange durcharbeitet kommt es einen nicht so lange vor, wie es klingt. Wir sind aber stolz auf das Erreichte, denn gerade heute, in der schnelllebigen Zeit, ist das was Besonderes. Es ist heute ein Qualitätsmerkmal, wenn man sich zehn Jahre mit steigendem Erfolg auf dem Markt hält.

"Krone": Dazu kamen unlängst ein ECHO, ein World Music Award und immer mehr Aufmerksamkeit von internationaler Seite, außerhalb der deutschsprachigen Grenzen. Wie hat sich das in eurer Wahrnehmung verändert?
Völkel: Stetig, aber langsam. Wir können noch nicht von einer internationalen Karriere sprechen, aber wir spielen oft in Holland, waren auch mal bei englischen Festivals oder mit Motörhead unterwegs. In Australien waren wir auch für fünf Shows, das ist uns schon wichtig – auch als Abwechslung und Herausforderung für uns selbst. Der Fokus ist und bleibt aber bei Deutschland, Österreich und der Schweiz. Langsam wachsen wir aber über die Grenzen hinaus und das ist ganz gut.

"Krone": Euer Cowboy- Konzept, das Image und die englische Sprache eurer Texte sprechen aber für Internationalität. Wollt ihr den Fokus dann nicht eher ausbauen?
Vollmer: Wir haben in Deutschland so viel zu tun, dass es schwierig ist, die gleiche Energie und Zeit nach England zu tragen. Es läuft trotzdem gut, auch in England kommt mit unserem neuen Album "Dos Bros" das zweite Album raus und alles wächst schon langsam.

"Krone": "Dos Bros" ist zum Jubiläum gleich ein Doppelalbum geworden. Eine CD ist voll mit Eigenkompositionen, auf der anderen covert ihr verschiedene bekannte Songs und ihr habt die Platte stilecht in Nashville, Tennessee aufgenommen. Kam da jetzt endlich zusammen, was zusammen gehört?
Völkel: Wir haben in Nashville geschrieben und Ideen gesammelt und die dann nach Deutschland mitgebracht. Es war längst überfällig und man könnte sich zurecht fragen, warum es zehn Jahre dauerte, bis wir dorthin kommen. Für das Album "Liberty Of Action" waren wir schon in Texas und es war einfach wieder mal Zeit für die USA. Wir gehen gerne raus, um etwas Abstand zu haben. Das hat sich in der Vergangenheit auch gut bewährt. Wir hatten jetzt auch viele Kontakte zu Songschreibern, die in Nashville ansässig sind. Wir waren für zwei Wochen dort, haben alles mit Terminen vollgestopft, um dort zu schreiben und uns inspirieren zu lassen und das hat gut geklappt.

"Krone": Merkt man wirklich einen Unterschied, wenn man sich von der Musikgeschichte dieser Stadt inspirieren lässt, oder ist das ohnehin nur Klischeedenken ohne groß etwas dahinter?
Vollmer: Klischees können Berge versetzen, wie wir ja selbst erleben dürfen. Bei so einem Tapetenwechsel ist man einfach weg vom Alltag. Von der Familie, von all den üblichen E- Mails und anderen Dingen, die einen auch im Privatleben bewegen. Man fokussiert sich dann rein auf die Songs und zudem ist Nashville schon ein gutes Pflaster. Eine der größten Musikstädte der USA und diesen Spirit atmet man schon ein. Wir waren auf dem Broadway, in den Honkytonk- Bars und überall spürst du eine tierische Qualität an Musikern und Musik. Wir waren auch in der Hall Of Fame der Country Music und durften im Archiv originale alte Johnny- Cash- Gitarren spielen. Chet- Atkins- Studio- RCA, wo auch Elvis aufnahm und da standen auch noch die Instrumente von damals. Das inspiriert einen sehr und man kommt mit einem Koffer voller Ideen und Songskizzen zurück. Dann kann man in "Berlin, Mississippi" schon richtig loslegen.

"Krone": Der Albumtitel "Dos Bros" spricht natürlich auf euch an. Ich habe das Gefühl, dass ihr zwei euch über die Jahre im Vergleich zur Band immer mehr in den Vordergrund stellt.
Völkel: Das passierte nicht nur durch uns so, sondern auch durch die Medien und die Wahrnehmung von draußen. Seit wir in der Jury bei "The Voice Of Germany" saßen, hat sich das sehr auf uns zugespitzt. Wir sind die beiden Frontmänner und haben auch früher schon alle Termine wahrgenommen und das hat sich nicht geändert. Dadurch rückt die Band etwas nach hinten, aber spätestens live versuchen wir das zu kompensieren. Wir beide alleine könnten nicht auf die Bühne. Wir sind dort schon fix sieben Jungs, dazu haben wir eine Bläsersektion und für "Dos Bros" auch zwei Background- Mädels. Live sind wir schon eine große Gang.
Vollmer: Wir sind seit 2007 auch die gleichen Leute, die Band ist also schon ein wichtiger Punkt für The BossHoss. Die bekannten Gesichter werden auch mit ihren Künstlernamen gefeatured, die Gang ist schon sehr wichtig.
Völkel: Dass die Sänger nicht nur, aber auch medial an die Front rücken, das hat man ja fast in jeder Band. Wir fühlen uns auch wohl darin, wir sind ein eingespieltes Team.
Vollmer: Wir sind auch die Bandgründer, waren anfangs zu zweit und hatten das Konzept für The BossHoss. Anfangs war das nur ein Spaßprojekt, das nicht ernst gemeint war. Eine Feierabend- Band quasi, aber als wir es live umsetzen wollten, haben wir die Kumpels von uns ins Boot geholt. Wir sind eben die Väter und haben das Baby geboren und herangezogen. Das ist auch für die anderen nicht neu und damit kann jeder sehr gut umgehen. Das sind alles keine angeheuerten Musiker, sondern ganz klar wichtige Teile der Band.

"Krone": Für mich habt ihr auf "Dos Bros" den vielleicht größten musikalischen Sprung eurer Karriere gemacht. Songs wie "Today Tomorrow Too Long Too Late", "Joyridin'" oder "I Like It Like That" brechen aus eurem bisherigen Schema aus, es gibt einerseits mehr Pop, andererseits auch mehr Country- und Americana- Einflüsse zu verzeichnen. Viele Songs sind eingängiger und radiotauglicher – wieso diese grobe Veränderung?
Völkel: Wir empfinden das Album gar nicht als Stilbruch, sondern gar nicht so anders als den Vorgänger "Flames Of Fame". Wir haben das einfach weitergesponnen, setzten uns nicht hin und wollten etwas krass ändern, sondern haben einfach drauflosgeschrieben. Ich finde die Songs noch reifer und deshalb fühlen sie sich gut an. Natürlich ist es aber etwas, dass man vor fünf Jahren nicht auf einem BossHoss- Album gefunden hätte.
Vollmer: Oder vor zehn Jahren. Ganz am Anfang hatten wir noch nicht einmal eine Bassdrum. Beim dritten Album, "Stallion Batallion", war dann plötzlich Punkrock bei uns angesagt. Wir haben schon oft über die Stränge geschlagen und wer nicht jedes Album kennt, der ist mit Sicherheit sehr überrascht. Wenn man alle Alben betrachtet, ist es einfach eine stetige Weiterentwicklung.

"Krone": Hat euch bei "Dos Bros" vielleicht einmal etwas überrascht? Dass ihr vielleicht in eine Richtung gegangen seid, die ihr euch anfangs vielleicht selbst nicht zugetraut hättet?
Völkel: Ich bin immer positiv überrascht, wenn ein Song fertig ist, man ihn sich anhört und dann plötzlich merkt, dass der überraschend anders oder gut geworden ist. Rein musikalisch ist schon viel mehr drin als vor ein paar Jahren. Schön ist, wenn man sich irgendwann keine Gedanken mehr machen muss, ob das jetzt unser Genre ist oder nicht. Wir schaffen es immer irgendwie nach BossHoss zu klingen und können trotzdem experimentieren. Das macht irrsinnigen Spaß.

"Krone": Sascha, du hast vorher gesagt, Klischees können Berge versetzen. The BossHoss strotzen vom Konzept her per se nur so vor Klischees, ist es aber nach so vielen Alben immer noch so leicht, Texte zu schreiben und Ideen dafür zu finden?
Völkel: Natürlich wiederholen sich Dinge, aber bislang gelingt es ganz gut.
Vollmer: Auch da ist immer wieder Spielraum drinnen. Wir werden auch älter, reifer und reicher an Erfahrungen und Inspirationen. Vor fünf Jahren ging es eher um Party und hoch die Faust, jetzt sind schon auch Country- Elemente und dunkle Songs wie "Wait For Me" drinnen, die uns von einer ganz anderen Seite zeigen. Wir machen uns über den Text mehr Gedanken als früher. Damals war er nur dazu da, um den Song zu füllen und einen Mitsingeffekt heraufzubeschwören, das hat sich stark geändert. Natürlich gibt es einen roten Faden und wir sind vom organischen, musikalischen Wert handgemacht und Rock'n'Roll. Im weitesten Sinne geht es um Liebe, Freiheit und unsere BossHoss- Welt, wo wir noch etwas Klischee draufhauen. Weltfrieden und etwas Gesellschaftskritik haben wir auch mal drinnen, es gibt keine Regeln für uns. Das was wir sind, das kommt dann raus.

"Krone": Auch die Selbstbeschreibung von euch ist zu finden. Im Titeltrack bezeichnet ihr euch dann eher unbescheiden als "Handsome Devils und True Born Rebels".
Vollmer: Ein bisschen überspitztes Klischee mit Augenzwinkern muss schon drin sein.
Völkel: Das ist eine selbstironische Hymne auf uns, die natürlich übertreibt. Rock'n'Roll wäre ohne Übertreibung aber auch nicht vorstellbar.

"Krone": Das sieht man auch im Video zum Titelsong, wo ihr alle Western- Klischees auffährt und rund um Franziska Knuppe eine ganze Armada an Top- Models auflaufen lässt.
Völkel: Das ist ja noch gar nichts. (lacht) Aber das wird doch heute auch viel zu selten gemacht, dass man das Klischee an die Spitze treibt. Im Rock'n'Roll darf man die ja hoffentlich noch bemühen.

"Krone": Wanda wurde unlängst aus verschiedenen Ecken für das Video zu "Bussi Baby" Sexismus vorgeworfen. Fürchtet ihr das in gewisser Weise mit eurem Video auch? Eine Angriffsfläche würde das Video ja bieten. Hat der Rock'n'Roll heute seine Aggressivität, seine Unverschämtheit verloren?
Völkel: Wir stellen die Frauen ja als starkes Geschlecht dar. Die Zeiten haben sich auch geändert. Als der Rock'n'Roll in den 60er- und 70er- Jahren seinen Durchbruch feierte, war die Welt noch so spießig, dass zuhause überall das Licht ausgemacht wurde, wenn es zur Sache ging. Da war das alles ein Tabubruch, aber womit will man heute noch schocken?
Vollmer: So ein paar Titten schrecken keinen mehr.
Völkel: Die Welt ist ja auch erwachsener geworden, aber natürlich hast du auch recht. Es wird viel diskutiert und wenn du mal ein paar nackte Mädchen in einem Video hast, dann wird sofort aufgeschrien. Aber andererseits: warum denn nicht?
Vollmer: Als wir vorher hier hergefahren sind, spielten sie "Money For Nothing" der Dire Straits im Radio. Da gibt's die Textzeilen: "See the little faggot with the earring and the makeup, yeah buddy thats his own hair, that little faggot got his own jet airplane, that little faggot he's a millionaire" – das wäre heute ein Skandal. Warum können Schwule bitte nicht Millionär sein?
Völkel: Bei aller politischen Korrektheit fehlt es etwas an Lockerheit. Man kann doch einfach etwas Spaß haben und muss nicht immer alles auf die Goldwaage legen.

"Krone": Wie habt ihr euch denn untereinander, in euer musikalischen Beziehung als "Brüder" in der Band verändert?
Völkel: Die Beziehung hat sich gefestigt. Nach zehn Jahren kann man mit Fug und Recht sagen, dass es funktioniert und wir zusammen sehr gut miteinander klarkommen. Wir ergänzen uns bestens. Wir haben mittlerweile alles erlebt, was man sich nur vorstellen kann und alles überstanden. Nicht nur positive Abfeierei, sondern auch harte Zeiten, wo uns Managements abgezockt hatten, mit der Kohle abhauten und wir wirtschaftlich fast total am Ende waren. Aber wir haben trotzdem zusammengehalten und uns immer wieder hochgerappelt – das schweißt einen zusammen.
Vollmer: Man muss viele Entscheidungen treffen. Macht man "The Voice" oder nicht? Ist ein Casting- Format nicht doch eher kontraproduktiv für uns? Das war ja nicht immer so einfach. Wo setzt man die musikalischen Grenzen? Wir sind da ständig im Austausch und jetzt können wir sagen, dass wir doch ganz gute Entscheidungen getroffen haben. Es ist ganz selten, dass wir wirklich komplett konträrer Meinung sind. Wir können dann auch diskutieren und uns damit genauer auseinandersetzen, aber die großen Kämpfe oder Streits, die gibt es nicht.

"Krone": Auf der zweiten CD mit den vielen Cover- Songs habt ihr einen ganzen Haufen Gäste eingeladen. Unter anderem Nena, Xavier Naidoo, Aura Dione oder Ilse von den Common Linnets. Habt ihr wirklich alle Gaststars bekommen, die ihr wolltet?
Völkel: Nein, das leider nicht. Bei Leuten wie Xavier oder Nena kannst du direkt anrufen, da ist der Weg am kürzesten. Wir hätten gerne zu jedem Song jemanden gehabt, aber gerade bei internationalen Künstlern wird es wirklich schwer. Ohne direkten 1A- Kontakt ist das verdammt hart, das Management regiert oft gar nicht oder hat ganz andere Pläne oder Besseres zu tun als mit uns zu arbeiten. Wir sind aber trotzdem ganz zufrieden, denn von zehn Songs haben wir auf sechs Features und das ist kein schlechter Schnitt.

"Krone": Könnt und wollt ihr verraten, wen ihr nicht bekommen habt?
Vollmer: Das ist kein Problem. Wir hatten schon einen Eminem- Song mit Fred Durst von Limp Bizkit im Kasten, aber wir hatten dann Release- Termin, mussten das Master- Tape abgeben und kamen zeitlich nicht mehr zurecht. Da haben die Managementzahnräder nicht schnell genug gemahlen und die Bürokratie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hatten die Freigabe für die Bearbeitung des Songs nicht. Ein entscheidender Autor hat uns gefehlt und so mussten wir den Song weglassen, was sehr schade war.

"Krone": Das klingt jetzt aber mehr nach aufgeschoben als aufgehoben.
Vollmer: Vielleicht, der Song ist ja fertig im Kasten und wir bleiben dran. Vielleicht gibt es mal einen Re- Release oder eine Single. Mit Fred haben wir schon gesprochen, wenn er das nächste Mal in Berlin ist, werden wir zumindest ein geiles YouTube- Video drehen, um das Ding rauszuhauen. (lacht)

"Krone": Nena etwa gilt ja nicht unbedingt als die einfachste Person, wenn es um Zusammenarbeit geht. Welche Erfahrungen habt ihr mit ihr gemacht?
Vollmer: Ach, bei uns war die Mutti ganz handzahm. (lacht)
Völkel: Natürlich hat sie ihren Ruf und man kennt diverse Geschichten, aber wir verstanden uns mit ihr bestens. Es war entspannt, cool und machte Spaß.
Vollmer: In Hamburg war sie zumindest immer als Gast da. Ob sie mit auf die Bühne kommt, werden wir sehen. Wir kommen aber wirklich gut mit ihr klar und können nicht bestätigen, was ihr teilweise vorgehalten wird oder welcher Ruf ihr vorauseilt. Wir haben nichts von einer Diva mitbekommen.

"Krone": Ich finde auch eure Songauswahl interessant. Statt zu erwartenden von Elvis Presley, Volbeat oder Social Distortion, habt ihr euch zum Beispiel "The Beautiful People" von Marilyn Manson zur Brust genommen. Damit hätten wohl auch die wenigsten gerechnet.
Völkel: Den Manson- Song mögen wir selber gerne, aber natürlich wollten wir schon bewusst überraschen. Es gibt auch Songs, die bei uns zuhause nicht einmal laufen, aber sie hatten eben das gewisse Etwas, nachdem wir sie verwurstet haben. Das ist ja das Schöne an dem Ding – die Cover- Versionen sind ziemlich überraschend und man wird schnell neugierig, wie das klingt. "Jolene" von Dolly Parton ist dafür wieder ein Song, den kann man unmöglich besser machen als er im Original ist, aber wir hatten einfach Bock darauf, ihn uns vorzunehmen und zu interpretieren. Das war schwieriger zu machen als eine Hip- Hop- oder David- Guetta- Nummer.

"Krone": Mit dem neuen Material geht ihr natürlich auch wieder auf Tour, zum Beispiel am 23. April in der Wiener Stadthalle. Inwieweit wird sich das Showelement verändern, was ist zu erwarten?
Vollmer: Wir kommen in Zukunft zu zweit. (lacht) Nein, wir sind ja durch die zwei Background- Mädels nun noch mehr Leute und die Frauenstimmen sind in "Dos Bros" so prominent vertreten, dass wir das natürlich auch live umsetzen wollen. Wir werden auf jeden Fall mit mindestens zehn Leuten auf der Bühne sein und es wird natürlich eine Jubiläumstour mit Feuer und Raketen. Die Show sollte durch das Jubiläum natürlich einen gewissen Mehrwert haben und das wollen wir zeigen.
Völkel: Mit so vielen Alben und zehn Jahren Bandgeschichte im Rücken können wir uns schon was Feines überlegen. Vielleicht basteln wir ein neues Medley oder graben uralte Songs aus, aber da schauen wir noch genauer, das ist eine Menge Arbeit und noch mehr als ein halbes Jahr hin, bis es soweit ist.

"Krone": Ein Mehrwert wären ja zum Beispiel die Gäste, die mit euch am Album gearbeitet haben.
Vollmer: Das wäre super, aber das liegt natürlich nicht nur an uns. Wer hat Zeit, Lust und kann mitreisen? Das werden wir dann sehen, aber das wäre natürlich eine gute Sache.

"Krone": Unlängst habt ihr ja sogar ein BossHoss- Kinderbuch veröffentlicht. War das ein einmaliger Ausflug in eine andere Kunstform oder wird es da eine Fortsetzung geben?
Völkel: Das hat auf jeden Fall funktioniert und ist gut geworden und weiter haben wir da nicht darüber nachgedacht. Wir können uns aber vorstellen, noch ein zweites Buch zu machen. Wichtig ist nur, dass die Sache zu uns passt und wir dahinterstehen können. Es muss schon unsere Story sein und thematisch mit uns zu tun haben. Nur um Geld zu verdienen machen wir das nicht, da gehen wir schon sehr sensibel damit um. Das war ein toller Ausflug.
Vollmer: Das ist auch nicht außerhalb unserer Welt. Wir haben nicht nur selber schon viele Kinder innerhalb der Band, sondern auch ganz viele Kids als Fans und wissen, dass wir bei ihnen mit der Cowboy- Nummer und unserer Art von Musik gut ankommen. Wir haben auch auf der Compilation "Giraffenaffen" mitgemacht, wo Bands Kinderlieder covern. Viele Kinder kommen auch mit ihren Eltern zu unseren Konzerten und es gibt ein breites Altersspektrum. Das Kinderbuch hat da sehr gut gepasst.

"Krone": Nach Musik, "The Voice" und Kinderbüchern wäre die nächste Station ja der Film oder? Die Westernwelt liegt ja ohnehin brach, da bräuchte es einmal ein paar neue Cowboys…
Völkel: (lacht) Da hast du nicht Unrecht. Geile Western gibt es wirklich viel zu wenige.
Vollmer: Wenn wir Videos drehen sagen wir immer, wir könnten niemals beim Film arbeiten, weil du da immer so extrem lange auf alles warten musst. Aber mal abwarten.

Bevor es zu einer eventuellen Filmkarriere geht, sollten sich die Fans aber auf das brandneue Doppelalbum "Dos Bros" und die Show in der Wiener Stadthalle am 23. April 2016 konzentrieren.

23.09.2015, 17:00
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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