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03.12.2016 - 13:22
Foto: Universal Music

Rufus Wainwright ist "Out Of The Game"

22.05.2012, 16:38
Rufus Wainwright, Spross des Folkmusiker-Paares Loudon Wainwright III und Kate McGarrigle, hat kürzlich sein bereits siebentes Studioalbum veröffentlicht: Das von Mark Ronson produzierte Werk trägt den Titel "Out Of The Game" und ist vermutlich die bislang kommerziellste Platte des 38-Jährigen, der seine neuen Songs am 6. Juli auch im Rahmen des JazzFest Wien in der Wiener Staatsoper vorstellen wird.

"Es ist das poppigste Album, das ich je gemacht habe", sagt Wainwright, während Ronson, der auch Amy Winehouse und Adele produktionstechnisch unter die Arme griff, meint: "Es ist das beste Album meiner Karriere." Dass beide irgendwie recht haben, bestätigt jeder einzelne Track des Longplayers, der deutlich weniger theatralisch ausgefallen ist als seine Vorgänger.

Illustre Schar von Gastmusikern

Zu den Sessions für "Out Of The Game", die im vergangenen Herbst in New York stattfanden, brachte Ronson viele jener Musiker mit, mit denen er schon bei Aufnahmen etwa mit Winehouse zusammengearbeitet hat (etwa die fantastischen Dap- Kings), und lud zudem eine illustre Schar von Gästen ein, darunter Wainwrights langjährigen Freund Sean Lennon, der auf "Sometimes You Need" die Akustik- Gitarre spielt, und Nick Zinner von den Yeah Yeah Yeahs. "Das sind in meinen Augen die besten Musiker meiner Generation", sagt Ronson, "und sie sind nicht allzu leicht in Aufregung zu versetzen. Aber ich konnte hinterher von ihnen hören: 'Das ist das beste Album, auf dem ich je gespielt habe.'"

Auf "Out Of The Game" finden sich üppig arrangierte Nummern (etwa das Gospel- gefärbte Rockstück "Jericho") ebenso wie sparsam arrangierte Tracks wie etwa der Song "Montauk", in dem eine Zukunft gemalt wird, in der große Lieben zerbrechen, die Elternschaft aber immer bleibt. In "Rashida" darf Ronson seiner Vorliebe für Doo- Wop- /Girl- Group- Harmonien frönen und auf "Bitter Tears" sogar "ein bisschen seine Tanzmuskeln spielen zu lassen", wie Wainwright verriet. "Ich verstehen zwar etwas von Popmusik, bin aber doch mehr in der klassischen Welt zu Hause", so der Wahl- New- Yorker. "Insofern war ich bereit, Mark Vorlagen zu liefern und ihn dann übernehmen zu lassen."

Elton John und Harry Nilsson als Vorbilder

Beeinflusst wurde das Duo von Aufnahmen der 1970er- Jahre - namentlich von Größen wie Elton John, Harry Nilsson und Steely Dan. "Wir kamen beide in den 1970ern zur Welt, und das war die erste Musik, die wir zu hören bekamen”, sagt Wainwright. "Unsere Generation war die letzte, die in dieser Epoche wirklich dabei war. Und ich denke, dass wir deshalb das Recht haben, uns darauf zu beziehen."

Auch Wainwrights Privatleben hat auf die eine oder andere Weise seinen Niederschlag auf dem neuen Album gefunden. "Die vergangenen drei Jahre waren bestimmt die dunkelsten, die ich je erlebt habe, wenn man den Tod meiner Mutter (2010, Anm.) bedenkt", so Wainwright im Interview. "Sie waren aber auch die glücklichsten, weil meine Tochter Viva heuer ein Jahr alt wurde." Letztere heißt er im Song "Welcome To The Ball" auch auf der Welt willkommen.

Fazit: Die zwölf Songs des neuen Albums gehören wohl zu den besten, die Rufus Wainwright bis dato aufgenommen hat. Dank seiner unvergleichlichen Stimme gelingt es ihm auf "Out Of The Game" gekonnt, die verschiedensten Stile und Klänge unter einen Hut zu bringen.

"Da ich nun älter bin und neue Erfahrungen gemacht habe, ist mein Leben abwechslungsreicher geworden. Und dem wollte ich auf diesem Album Ausdruck verleihen", so Wainwright über sein neuestes Werk. Und er fügt hinzu: "Früher hätte ich die Leute damit vielleicht etwas verwirrt. Aber jetzt waren wir in der Lage, diesen existenziellen Berg zu meistern und die diversen Erfahrungen durch einen gewissen Sound oder eine gewisse Wärme miteinander zu verknüpfen - und das macht einen Riesenunterschied."

22.05.2012, 16:38
Wilhelm Eder
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