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03.12.2016 - 11:08

Rihanna mit grundsolider Show in der Stadthalle

10.07.2013, 08:30
Das lange Warten hatte für die gut 15.000 Fans in der ausverkauften Wiener Stadthalle am Dienstagabend sein Ende – Pop-Superstar Rihanna machte im Zuge ihrer "Diamonds"-Tour erstmals in der Bundeshauptstadt Station und glitzerte dabei mehr mit ihren Outfits und Posen als mit der musikalischen Darbietung.

Das Wetter passte sich dem Programm am Dienstag perfekt an. Brütend heiß war es nämlich nicht nur vor den Toren der Wiener Stadthalle, sondern vor allem drinnen. Das lag einerseits an den gut 15.000 großteils enthusiasmierten Fans von Popstar Rihanna und andererseits an der Künstlerin selbst, die sich – getreu ihrem Bad- Girl- Image – ganz verrucht zeigte. Bereits in Teil eins ihrer auf insgesamt fünf Akte aufgeteilten Show griff sich die Diva öfter in den Schritt als Michael Jackson live den "Moonwalk" vorführte. Sexy und lasziv, funkelnd und präsent reckte sie sich vor den Fans hin und her, wippte ihren Körper permanent auf und ab - wie Oberschenkeltraining in einem Heizraum (eine Diashow mit vielen Fotos finden Sie in der Infobox).

Die Stimme vom Band

Flankiert von altgriechischen Steinsäulen, inmitten von acht perfekt choreografierten Backgroundtänzern und mehreren unbescheidenen Videowalls brachte RiRi das Publikum mit Songs wie "Birthday Cake", "Talk That Talk" oder "Cockiness (I Love It)" bereits zu Beginn in Stimmung. Bis der Funke zwischen Fans und Künstlerin aber auch außerhalb der ersten Reihen übersprang, sollte noch viel Zeit vergehen. Zu überrascht war wohl so mancher über die Tatsache, dass die Gesangsspuren der Frontfrau auch weiterliefen, wenn sie den Mund gar nicht öffnete – die große Playback- Show sollte an diesem Abend auch nur ganz selten unterbrochen werden.

Doch die Musik stand für die populärste aller Facebook- Künstlerinnen (aktuell knapp 74 Millionen Fans) ohnehin nicht an erster Stelle. Viel wichtiger waren ihr die regelmäßigen Kleidungswechsel, die netten, aber meist sehr inhaltsleeren Grußworte ans Publikum und das sexuell angehauchte Posing, das sie wie keine Zweite beherrscht. Ein Griff in den Schritt bei "Phresh Out The Runway"? Gerne! Popo- Wackeln während "You Da One"? Warum nicht? Hüften kreisen und am drehbaren Bühnenboden räkeln zu "Where Have You Been"? Selbstverständlich!

Glitzernd statt prickelnd

Es sind genau diese anrüchigen Glitzer- und Glamour- Momente, die sich wie ein roter Faden durch ihre Shows ziehen. Möglicherweise weil sie damit die fehlende Emotionalität ihrer musikalischen Darbietung übertünchen möchte. Vielleicht auch, weil sie sich immer noch als emanzipierte, mit Genuss gegen den Strom schwimmende Künstlerin sieht.

Ihre jeweiligen Outfits hatte die 25- Jährige dem Programm angepasst. In der stilvoll- roten Robe ging sie es ruhiger an ("Loveeeeeee Song", "Hate That I Love You") im grauen Glitzeranzug verwandelte sie die Konzerthalle in einen Discotempel ("We Found Love", "Where Have You Been"), im lässigen Shirt regierte der Reggae ("Man Down", "No Love Allowed"). Immer an ihrer Seite: Extreme- Gitarrist Nuno Bettencourt, der bei Rihanna schon seit etwa drei Jahren unterfordert ist.

Die eigenen Songs ausgeweidet

Dazwischen bettete sie immer wieder Zeichen der Selbstsicherheit. Ein gewinnendes Lächeln oder das Verlassen der Bühne samt kompletter Band in den Zwischenteilen der Show bewiesen, dass es ihr keinesfalls an Selbstvertrauen mangelt. Zudem verkürzte sie viele gute Songs wie zum Beispiel "Love The Way You Lie" oder "Don't Stop The Music". Anstatt dabei das mitsingende und immer besser in Stimmung kommende Publikum zu nützen, schrumpfte sie diese Hits in schnöde Medley- Zusammenstellungen zusammen.

Doch am Ende wurde alles gut. Als sie während "We Found Love" die Nähe zu den Fans suchte, Autogramme verteilte und im Zugabenteil ein intensives "Stay" sowie ein hervorragend akzentuiertes "Diamonds" ins Rund schmetterte, waren die vielen Längen und Durchschnittlichkeiten für einen Moment vergessen. Aber - 37 Millionen verkaufte Alben garantieren noch lange keine mitreißende Liveshow.

10.07.2013, 08:30
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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