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11.12.2016 - 15:36
Foto: Andreas Graf

Ministry: "Das Leben ist wichtiger als eine Tour"

21.08.2016, 17:00

Eine brennende Zigarette in der einen, ein Viertelliterglas gefüllt mit Rotwein in der anderen Hand. Dazu ein "Nazi Trump Fucks Off"- T-Shirt, das ihm sein Freund und Punk- Legende Jello Biafra in Los Angeles geschenkt hat, die über den gesamten Rücken gehenden Dreadlocks, unzählige Piercings im Gesicht und der Körper mit Tätowierungen übersät. Al Jourgensen (58), Mastermind von Ministry und Legende des Industrial Metal, ist nach dem Tod seines Freundes Lemmy Kilmister vielleicht der letzte echte Rebell in diesem Metier - und nahm sich auch im "Krone"- Talk kein Blatt vor den Mund.

Er war rund 20 Jahre heroinabhängig, schrammte dreimal knapp am Tod vorbei und schränkte seine Sucht erst vor wenigen Jahren auf Bier und Wein zusammen. Doch Al Jourgensen ist seit jeher weit mehr als eine Vorlage für Gossip- Skandalgeschichten - mit seiner Band Ministry revolutionierte er in den letzten 35 Jahren das Industrial- Genre und war mitunter eine wichtige Inspirationsquelle für die global erfolgreichen Rammstein. Daneben schrieb er mit Projekten wie Lard, Surgical Meth Machine oder den Revolting Cocks Underground- Geschichte. Bei einer seiner raren Live- Tourneen gewährte uns "Uncle Al", der Meister des Metallisch- Sinistren, in der Wiener Arena Audienz, sprach über die vielen Rückschläge, den Niedergang der Musikindustrie, aber auch darüber, dass er mit allen Projekten neue Alben plant.

"Krone": Al, ich habe mir im Vorfeld euren Wacken- Gig angesehen, der live gestreamt wurde. Ihr seid in absoluter Hochform, was nicht immer so war.
Al Jourgensen: Wir fühlen uns auch gut und die Shows waren alle hervorragend. Nur dachten die Wacken- Fans dort, es käme jetzt so etwas wie Saxon, als wir die Bühne betraten. Das war für den einen oder anderen etwas schockierend. (lacht)

"Krone": Du und deine Industrial- Kultband Ministry sind extrem seltene Gäste hier in Österreich. Das letzte Mal liegt genau acht Jahre zurück. Das Konzert fand damals im Innsbrucker Hafen statt.
Jourgensen: Weißt du eigentlich, dass der halbe verdammte rechte Arm von mir hier in Wien tätowiert wurde? Alles, was rot, gelb oder orange ist, stammt von hier.

"Krone": Wer hat dich denn damals tätowiert?
Jourgensen: Ich war so verdammt besoffen, dass ich überhaupt keine Ahnung mehr habe. (lacht) Jedenfalls war das bei unserem letzten Auftritt hier (2006 im Planet Music - Anm. d. Verf.) und ich kam deshalb sogar zu spät zur Show. Die Leute mussten eine halbe Stunde länger warten, weil ich immer noch beim Tätowierer abhing bis der Tourmanager reinplatzte und fast verzweifelte. Der Tätowierer wollte aber nicht abbrechen, weil er es als Gesamtkunstwerk sah, aber ich bin dann einfach weg und auf die Bühne. (lacht) Sich mitten auf Tour zu tätowieren ist eine dieser Ideen, auf die ich heute nicht mehr kommen würde. In Atlanta habe ich mir mal vier Stunden lang den Rücken tätowieren lassen - im Tourbus. Das war ein berühmter Tätowierer und ich hatte nur diese Chance, die ich nutzte. Aber als ich dann auf der Bühne war und mir die Gitarre umhing, starb ich fast. (lacht) Ich dachte mir damals schon: "Was bist du nur für ein Vollidiot", und dann mache in ein paar Jahre später in Wien das gleiche. Wobei der Arm nicht so schmerzte, aber der Schweiß, der mir runterrinn, war auch nicht gerade angenehm. Einfach dumm.

Foto: Andreas Graf

"Krone": Es gab viele Interviews, in denen du betont hast, dass du das Reisen und Livespielen nicht unbedingt magst, aber auf dieser Tour scheinst du viel Spaß zu haben. Der Mitschnitt zu eurer Wacken- Show zeigte euch in wirklich guter Verfassung.
Jourgensen: Es macht mehr Spaß, weil ich nicht krank bin. Bei den letzten zwei Touren war ich total im Arsch und das macht naturgemäß wenig Spaß. Ich hatte damals diese Probleme mit meinem Magen und den ganzen Tag Blut gespuckt. Für mich hat das Leben einfach mehr Sinn, wenn ich nicht unterwegs bin. Es hat mich dann jeder darauf festgenagelt, dass ich nie mehr live spielen möchte, aber das habe ich in dieser Form nie gesagt. Mir war zu der Zeit das Leben an sich wichtiger als ein Liveauftritt. (lacht) Ich wurde operiert, alles heilte und jetzt passt es wieder.

"Krone": Du hattest ein Magengeschwür, das im Prinzip explodierte und warst bereits klinisch tot…
Jourgensen: Sie mussten mich mit dem Defibrillator wiederbeleben. Ich habe zwei Drittel meines Bluts verloren und meine Ex- Frau meinte damals, ich würde aussehen wie ein bleich gewordenes Alien. Das Blut war weg und ich sah wirklich aus wie eine Leiche. Wie soll man da touren? Dass die Leute das damals nicht verstanden haben… Sie haben mir damals ein Kabel mit Kamera durch den Hals hinuntergesteckt und sahen lauter geöffnete, blutende Geschwüre, die schon seit Jahren dort waren. Einige haben sich selbst geheilt, andere nicht und eines explodierte über einer Hauptarterie, was mich schließlich niederstreckte. Sie haben dann mit einem Laser über meinen Mund den Hals runter operiert. Es ging zum Glück gut und seitdem ist alles okay.

"Krone": Was musstest du seither in deinem Leben ändern?
Jourgensen: Ich trinke statt drei Flaschen Wein nur mehr eine, statt einer Kiste Bier nur mehr zehn pro Tag und den Zigarettenkonsum habe ich auf eine Packung pro Tag halbiert - du siehst also, dass ich auf einem verdammten Gesundheitstrip bin. (lacht) Ich fühle mich heute wie ein Zehnjähriger, das ist großartig.

"Krone": Für viele Fans von dir und in der gesamten Industrial- Szene bist du so etwas wie ihr persönlicher Lemmy Kilmister. Ein Vorbild und eine Figur, die man quasi als "Genre- Vater" bezeichnet. Fühlst du dich in dieser Rolle wohl?
Jourgensen: Ich kannte Lemmy sehr gut, wir waren Freunde. Mit ihm verglichen zu werden, ist eine große Ehre für mich. Die Leute scheinen jedenfalls ein gutes Gefühl zu haben, mich in so eine Rolle zu packen, da geht es nicht um mich und darum, ob mir das gefällt oder nicht. Für mich ist es einfach okay, aber ich kannte den echten Lemmy und wir sind uns in vielen Bereichen ziemlich ähnlich. (lacht)

"Krone": Du hast in einem Interview einmal betont, dass du dich bei deinen eigenen Konzerten wie Arnold Schwarzenegger in seiner Rolle als "Kindergarten Cop" fühlen würdest. Was hast du genau damit gemeint?
Jourgensen: Sieh mal - ich habe eine Menge Probleme mit den Touren und Liveshows. Das sehen andere Musiker ganz anders, was auch total okay ist, aber ich eben nicht. Meine Liebe gilt der Studioarbeit, wo ich neue Musik kreiere. Wenn ich toure, wiederhole ich nur alte Musik, die ich schon mal erschuf. Das langweilt mich und wenn ich gelangweilt bin, dann schaue ich oft ins Publikum und komme mir eben vor Schwarzenegger in der Schule, wo er die Kinder maßregelt. Die Leute hauen sich dort oft die Schädel ein, schupfen sich herum oder gehen im Eifer des Gefechts aufeinander los. Ich bin dann der, der das stoppen will. Ich denke auf der Bühne daran, dass ich Studioriffs live einfach anders spiele, aber die Fans beachten das gar nicht, sondern gehen lieber aufeinander los. Deshalb fühle ich mich manchmal ein bisschen wie ein Verkehrspolizist oder eine Art Schülerlotse. Zum Glück können wir manchmal auf der Bühne aus gängigen Schemata ausscheren. Das ist das Gute an unserem neuen Drummer Ray Mayorga, der einfach einen neuen Touch in jede Show bringt. Das Touren ist für die Fans, nicht für die Band. Ich weiß, dass viele Musiker die Bestätigung ihres Publikums brauchen, aber so einer war ich nie. Ich bin lieber mit Kopfhörer alleine im Studio und kreiere verrückte Sounds.

Foto: Andreas Graf

"Krone": Es bleibt dir heute aber auch wenig anderes übrig, denn ohne Liveshows kann kaum ein Musiker mehr seine Miete bezahlen. War das auch ein Grund, warum du und dein Freund Jello Biafra der Crowdfunding- Homepage Patreon beigetreten seid?
Jourgensen: Jello hatte die Idee, dass wir uns dort Accounts zulegen, nachdem er das anfangs als Verschwörungsplattform ansah und einen medialen Betrug dahinter witterte. Es war auch ein bisschen die Angst, dass es sonst zu spät wird. Wer weiß? Vielleicht gibt es in ein paar Jahren gar keine Chance mehr, durch solch alternative Plattformen Geld zu lukrieren. Jeder will heute alles gratis und dann wundern sich die Leute, dass die Konzerttickets immer teurer werden. Aber wie soll das sonst gehen? Es ist allgemein ein schlimmer Weg, das Musikbusiness so zu führen. Jello, ich und andere Musiker haben aber zum Glück noch viele treue Fans, die unsere Platten kaufen wollen und uns dort unterstützen können. Wenn uns wer hilft, ist das natürlich cool. Ich bin kein verdammter Rockstar, der in einer Villa wohnt. Ich muss wie jeder andere Rechnungen und Miete bezahlen und habe nichts mit Glamour zu tun. Zum Glück verstehen das viele Leute, die unsere Kunst damit unterstützen. Die heutige Musik ist meistens auch wirklich scheiße, was an zwei Dingen liegt: a) Die meisten wollen ohnehin nur berühmt und reich werden und kopieren einfach schamlos etwas Etabliertes, Gutes. b) Sie sind verdammt kreativ und hätten tolle Ideen, müssen aber drei Teilzeitjobs machen, um sich über Wasser zu halten und können sich daher nicht entfalten. Wir sind da in einem Zirkel gefangen, der nicht funktionieren kann.

"Krone": Im Musikgeschäft macht im Prinzip heute jeder mehr Geld als der Künstler selbst - sofern er sich nicht komplett selbst vermarktet.
Jourgensen: Da sind auch die Medien schuld daran. Die Medien machen Musiker größer und berühmter als sie eigentlich sind. Ich nenne das das "Rap- Syndrom": Es wird den Rezipienten vorgegaukelt, dass jeder mit 20 heißen Frauen seine Runden im hauseignen Swimming Pool dreht und auf den Strand blickt. Das stimmt aber nicht, denn die meisten Bands tuckern in einem beschissenen Van über den Kontinent und betteln ihre Fans förmlich an, dass sie T- Shirts kaufen, damit sie sich überhaupt den Sprit zur nächsten Venue leisten können. Auch solche Bands, die du oft in Magazinen siehst - sie haben alle normale Jobs oder vielleicht reiche Eltern. Aber egal wie, so sollte Kunst nicht funktionieren und kann auch nicht kreativ sein.

"Krone": Mit den Plattenfirmen ist es heute auch nicht einfach, weil…
Jourgensen: Fick die Labels! Sie nehmen dich nur, wenn du Madonna, U2 oder Kanye West bist, aber die kleinen Labels sind meist nur schlechte Kopien der großen. Oft sogar noch schlimmer, weil sie nicht einmal die Budgets haben, um vernünftig mit ihren Künstlern zu arbeiten. Viele Bands glauben wirklich, mit einem Labeldeal wäre alles okay, aber wir sind nicht mehr in den 90er- Jahren. Mit so einem Deal steigst du heute wahrscheinlich schlechter aus als ohne. Du musst alles selbst machen. Im Internet, so wie es einmal geplant war: als Austauschplattform für Menschen und Vehikel für Informationen. Heute besteht das Internet aus Social- Media- Plattformen, auf denen sich Menschen verbal zerfleischen, Shoppingkanälen und Pornoseiten. Als ich das erste Mal vom Internet hörte, dachte ich, es wäre die Form einer späten 70er- Jahre- Punkrock- Explosion. Eine Plattform, wo jeder alles selbst machen konnte. Du musstest nicht mehr Jimmy Page sein, sondern konntest auch als ein Niemand deine Produkte bewerben. Gekommen ist es aber total anders, wir haben es kolossal verschissen. Eine Seite wie Patreon versucht diesen Grundgedanken wieder zurückzubringen. Amanda Palmer ist etwa sehr erfolgreich darauf, aber so viel Glück hat auch nicht jeder. Du kannst dich heute nur auf Livekonzerte und dein Merchandise verlassen und selbst davon kannst du kaum leben.

Foto: Andreas Graf

"Krone": Ist es für dich ein ideologischer Zwiespalt, deine Gedanken und Wünsche über die Patreon- Plattform zu teilen, wenn du dem ganzen Netz prinzipiell negativ gegenüberstehst?
Jourgensen: Klar, auch weil dich viele als "Sellout- Künstler" oder Mimose beschimpfen. Aber Mann, jeder muss seine verdammte Miete zahlen - die Hater genauso wie ich. Wie soll ein Künstler heute Geld machen? Kann mir das irgendjemand erzählen? Wenn du die Antwort für mich hast, dann hast du auch das Recht, mir zu sagen, was ich zu tun habe oder was nicht. Wir wollen einfach nur überleben, um mehr geht es nicht.

"Krone": Es gibt heute wenige junge Bands und Künstler, die sich politisch so klar und permanent artikulieren wie du seit vielen Jahren. Ist es deiner Ansicht nach als Künstler und Mensch der Öffentlichkeit deine Pflicht, klar Stellung zu beziehen?
Jourgensen: Niemand muss irgendetwas machen. Ich bin sogar der Meinung, dass viele Künstler in dem Bereich lieber die Klappe halten sollten, weil sie viel zu wenig informiert sind. Sie glauben immer, sie wären Celebritys und haben ein Publikum, das ihnen zuhört und labern dann einfach irgendwas. Solche Typen sind nicht besser als die vielen Facebook- Seiten, wo sich die Menschen über schlecht informierte Belanglosigkeiten auskotzen. Alle Immigranten sind scheiße, alle Schwarzen sind Diebe - überall diese Vorurteile und Kleinkariertheit und das wird durch all diese Plattformen gefördert. Wenn du wirklich informiert bist, dich immer weiterbildest und viel liest, dann sollst du auch die Kontrolle darüber haben und etwas sagen. Ich halte niemanden für besser oder schlechter, wenn er sich politisch artikuliert oder nicht - das obliegt jedem selbst. Allerdings sollten die, die etwas sagen, bitte gut informiert sein. Ansonsten ist das nur Gossip- Bullshit.

"Krone": Wenn man die kurzen Pausen mit der Band wegdenkt, feierst du heuer 35 Jahre Ministry. Welche Gedanken kommen dir dabei?
Jourgensen: Was für ein Arschloch. (lacht) Okay, ich sage die Show ab, weil ich sofort in ein Altersheim muss. Ich mache keine Rockshows mehr, sondern benötige meine Gehhilfe, damit ich noch ins Hotel komme - wo ist mein Katheder? (lacht) 35 Jahre sind wirklich eine unfassbar lange Zeit. Meine Alben sind für mich nichts anderes als Polaroids und Momentaufnahmen meines Lebens. Für mich ist das wie ein Fotoalbum einer Mutter. Zuerst die Geburt, dann der Kindergarten, Gymnasium, Abschlussball - so fühlen sich meine Alben für mich an. Es ist irgendwie lustig, aber ich denke nicht jeden Tag über so etwas nach. Wen interessiert das? Ich muss mich um andere Dinge sorgen, auch wenn so ein Rückblick sehr süß ist. Ich bin noch nicht tot, also interessieren mich die Neuigkeiten von gestern nicht, sondern ich sehe nach vorne. Es gibt neue Alben zu erschaffen. Ich werde irgendwann sicher einmal ein Nostalgiker werden, aber derzeit ist das so, als ob du einen Fußballer vier Jahre vor Karriereende fragst, ob er sich an das eine schöne Tor erinnern kann. Natürlich kann er, aber er will auch weitere Tore schießen.

"Krone": Du hast nicht nur unzählige Bandprojekte gemacht, sondern auch in den Country- und Jazz- Bereich geschnuppert. Was kann da noch kommen? Wo willst du musikalisch noch hin?
Jourgensen: Ich will einfach besser werden. Ich habe ein Projekt namens Dubwiser, wo die Musik ähnlich klingt wie bei Buck Satan, das wäre von Interesse. Das sage ich nun aber schon seit 15 Jahren, so wie ich seit 30 Jahren ein richtiges Country- Album machen möchte. Ich hoffe nach wie vor, dass wir das schaffen werden, aber das ist immer so eine Sache mit dem richtigen Zeitpunkt. Unlängst habe ich ein Album mit meinem Projekt Surgical Meth Machine gemacht.

"Krone": Ein sehr schnelles, extremes Album…
Jourgensen: Die erste Hälfte des Albums, die zweite ist sehr angenehm und viel grooviger.

Foto: Andreas Graf

"Krone": Wirst du unter diesem Banner ein weiteres Album erschaffen?
Jourgensen: Möglicherweise, ich weiß es nicht. Ich würde gerne von allen Projekten neue Alben machen. Lard, Surgical Meth Machine, Dubwiser, Revolting Cocks und auch Ministry. Wenn ich gesund bleibe, dann werde ich das alles auch bewerkstelligen. Direkt nach dieser Tour werden wir uns an die Arbeit zu einem neuen Ministry- Album machen.

"Krone": Gibt es eigentlich ein musikalisches Genre, das du so überhaupt nicht leiden kannst? In dem du dir nicht vorstellen könntest, dich darin zu bewegen?
Jourgensen: Nicht wirklich. Für mich gibt es eben nur gute und schlechte Musik. Das ist genreunabhängig. Ich tendiere dazu, mich um gute Musik zu kümmern. (lacht) Ich kann in jedem Genre etwas Gutes erkennen, aber man muss danach suchen. All das, was leicht zugreifbar ist, ist meistens der Scheiß, der für die Massen programmiert wird. Das ist wie Junkfood, nur im musikalischen Sinne. Gute Musik ist vegan, wenn du das so vergleichen willst. (lacht) Du isst wahrscheinlich auch lieber Dinge, die du selbst zubereitet hast oder die aus einem gesunden Anbau stammen, als grauenhaftes Junkfood von einem Autobahn- Diner.

"Krone": Du bist jemand, der als Besucher nicht zu Festivals geht und auch nur ganz selten zu Konzerten anderer Bands. Welche Band oder welcher Künstler wären dir dennoch einen Besuch wert?
Jourgensen: Mein letztes Konzert, das ich besuchte, war John Carpenter. Das war wirklich cool, denn als lebenslanger Fan seiner Filme und Regiekunst war es aufregend zu sehen, wie er das mit einer Band rüberbringt. Das war wirklich eine Crossover- Erfahrung, die ich selbst gerne mal machen würde. Ich respektiere immer Menschen, die ausbrechen und etwas ganz Neues probieren. Die einzige Band, die ich künftig gerne sehen würde, wären die Savages. Sie interessieren mich, weil sie so viele Stereotype zerstören. Dass Mädels nicht rocken können zum Beispiel, aber sie sind verdammt klug und cool. Sie sind echte Frauen und sehr stark. Ansonsten bin ich ein Workaholic und lieber im Studio, als bei anderen Konzerten. Ich arbeite gerne mit anderen Leuten und probiere immer Neues. Ach ja, im Herbst sehe ich mir Kraftwerk an, das wird großartig.

21.08.2016, 17:00
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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