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20.09.2017 - 23:15
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut

Francine Jordi: "Es ist gut, Kritiker zu haben"

30.08.2015, 17:00
Aus dem "Musikantenstadl" wird die "Stadlshow" - im heimischen Volksmusikbereich hat heuer kein Thema die Menschen so berührt, wie der radikale Stilwechsel. Auf der Bühne gibt es ab Herbst Wohnzimmeratmosphäre statt Hüttenfeeling, und das Moderatorenduo Francine Jordi und Alexander Mazza statt Andy Borg. Welche Veränderungen sonst noch mitschwingen, wie die Premiere am 12. September aussehen wird und auf was die treuen "Stadl"-Fans in Zukunft erwarten können, das erzählte uns Jordi im ausführlichen Interview.

"Krone": Die erste "Stadlshow" ist ja schon am 12. September – sind Sie nervös?
Francine Jordi: Ich würde sagen: Freudig- nervös. Ich freu mich sehr, dass ich diese Chance bekommen habe. Es ist eine extrem spannende Phase – wir haben Moderations- Coachings, Drehbuchbesprechungen, Vorab- Drehs. Ich tauche immer tiefer in die Show ein.

"Krone": Der "Musikantenstadl" ist ja ein echtes TV- Urgestein. Was sind denn Ihre ersten Erinnerungen an die Sendung?
Jordi: Ich bin mit dem "Musikantenstadl" aufgewachsen. Als Kind saß ich frisch geduscht und im Pyjama mit der ganzen Familie und einer Tüte Chips vor dem Fernseher. Als ich dann 1998 zum ersten Mal bei Karl Moik auftreten durfte, da war das eine Riesenehre – plötzlich durfte ich in der Kulisse stehen, die ich als Kind schon immer gesehen habe.

"Krone": Diese Kulisse gibt es jetzt nicht mehr – was sagen Sie zum neuen Look der "Stadlshow"?
Jordi: Ich finde, die Bühne ist super gelungen, ich habe mich sofort zuhause gefühlt. Es wirkt wie ein schönes Wellness- Hotel – und ganz ehrlich: Wer will da nicht hin? Ein Ort, an dem man sich verwöhnen lassen kann.

"Krone": Als Ihnen die Moderation angeboten wurde, haben Sie da sofort ja gesagt?
Jordi: Ich habe mir gar nicht zu viel erwartet, als ich zum Casting gegangen bin – für mich war das einfach eine gute Erfahrung fürs Leben. Und dann wollten die plötzlich wirklich mich – ich war sprachlos! Bevor ich ja gesagt habe, wollte ich aber unbedingt Alexander Mazza kennenlernen.

"Krone": Und die Begegnung mit ihrem Co- Moderator war ein voller Erfolg?
Jordi: Es war Liebe auf den ersten Blick! (lacht herzlich) Wir haben den gleichen Humor, die gleiche Einstellung zu unserem Beruf, sind sehr harmonisch und ergänzen uns wunderbar.

"Krone": Nicht alle haben positiv auf die Neuerungen beim "Musikantenstadl" reagiert. Wie  gehen Sie mit den Kritiken um?
Jordi: Natürlich haben wir auch Kritiker. Wo keine sind, da gibt es auch keinen Erfolg. Es zeigt, dass ihnen die "Stadlshow" sehr wichtig ist, genau wie auch uns – und das ist ja auch gut so.

"Krone": Verstehen Sie, dass sich die älteren Fans wegen der "Verjüngungskur" Sorgen machen?
Jordi: Mit der neuen Volksmusik, wie sie zum Beispiel der Voxxclub und viele andere Gruppen machen, kam diese Verjüngung ganz automatisch, es gibt immer mehr jüngere Zuseher. Bei Teenies ist es ja auch wieder total in, Dirndln und Lederhosen zu tragen. Wir geben dieser Entwicklung nur eine Plattform. Die ganze Familie, von der Oma bis zum Enkerl, zu erreichen, ist unser Ziel.

"Krone": Werden Sie auch im Dirndl moderieren?
Jordi: Wenn es passt, auf jeden Fall. Wir setzen uns in der Sendung viel damit auseinander, wie junge Menschen Traditionen pflegen – da passt es zum Beispiel gut. Und ein Dirndl ist doch wirklich sexy – auch eine Lederhose ist knackig.

"Krone": Nach dem Österreicher Andy Borg moderieren nun eine Schweizerin und ein Deutscher. Kommt da Österreich hoffentlich nicht zu kurz?
Jordi: Meine Schweizer Note kann ich nicht verbergen, die hört man mir einfach an. (lacht) Aber ich kenne Österreich sehr gut, ich trete seit 18 Jahren immer wieder gerne bei euch auf. Meinen ersten "Grand Prix der Volksmusik"- Sieg habe ich damals in Wien gefeiert – das war einer der wichtigsten Tage meiner Karriere. Und Alexander Mazzas Mutter ist ja sogar Wienerin.

30.08.2015, 17:00
Franziska Trost, Kronen Zeitung/frö
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