Die Bürgerinitiativen verlangen sogar jetzt noch einen Dialog mit dem weltberühmten Knabenchor, obwohl die Planungsphase für den Konzertsaal längst vorbei ist und alle Genehmigungen unter Dach und Fach sind. Was die Leitung der Sängerknaben auf die Palme bringt: "Da scheinen ein paar Leute den Rechtsstaat nicht zu akzeptieren. Der gesetzliche Weg zur Erlangung der Baubewilligungen wurde von uns nicht verlassen."
Das wollen die Protestierer aber nicht zur Kenntnis nehmen – sie haben der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung geschickt, dass ihrer Meinung nach in Sachen Denkmalschutz Ungereimtheiten aufzuklären seien: Verdacht auf Amtsmissbrauch.
Die Sängerknaben zeigen sich von diesem Papier freilich wenig beeindruckt: "Wir lassen das alles auf uns zukommen, denn wir haben ein reines Gewissen. Bei der Projektierung unseres Konzertsaal haben wir uns jedenfalls an sämtliche Vorschriften gehalten."
von Erich Vorrath, Kronen Zeitung