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24.08.2017 - 04:29

Vermeintlicher Mord war Selbstmord

21.07.2008, 17:03
Als Thomas Hickman im Mitte März dieses Jahres in einem entlegenen Teil von New Mexico erschossen und mit verklebtem Mund aufgefunden wurde, glaubte die örtliche Polizei anfangs an eine Hinrichtung. Dafür sprach vor allem der Umstand, dass dem 55-jährigen Mann in den Hinterkopf geschossen worden war. Keinen Reim konnten sich die Beamten allerdings auf den Umstand machen, dass an der Tatwaffe, die nur zehn Meter von der Leiche entfernt an einem Kaktus hängend gefunden wurde, eine Schnur mit einigen geplatzten, weißen Luftballons befestigt war.

„Es gab keine Anzeichen für einen Kampf. Er war ein großer, kräftiger Mann und wir konnten sonst keinerlei Verletzungen an ihm feststellen“, sagte Leutnant Rick Anglada von der New Mexico State Police über das vermeintliche Mordopfer.

DVD enttarnt Mord als Selbstmord

Während der Ermittlungen erinnerte sich einer der Beamten dann daran, dass er im Fernsehen einen ähnlichen Fall gesehen habe, und gab damit den entscheidenden Tipp. Einen Monat nach dem Tod von Hickman besorgten sich die Beamten schließlich eine DVD mit besagter C.S.I.- Folge, in der ein Mann seinen Selbstmord als Mord tarnt, indem er den Revolver, mit dem er sich erschießt, an mehreren Luftballons befestigt, die nach dem Schuss mit der Waffe davonfliegen.

Jetzt war den Polizisten klar: Genauso wollte auch Hickmann seinen Freitod inszenieren. Die Ermittler forschten nach und fanden sogar heraus, wo er die Luftballons gekauft hatte. Dass der Plan letztendlich nicht funktioniert hat, lag vermutlich auch am Wetter: „An diesem Tag war es ziemlich stürmisch und wir nehmen an, dass der Wind die Ballons zu Boden gedrückt und in der Folge gegen den Kaktus getragen hat, wo sie zerstochen wurden“, erklärte Leutnant Anglada. Ob Hickmann die entsprechende C.S.I.- Folge gesehen hat, oder selbst auf die Idee mit den Ballons gekommen war, ist unklar.

Hohe Lebensversicherung abgeschlossen

Die Polizisten fanden auch das Motiv für die Tat: Hickmans hat viel Geld bei Börsenspekulationen verloren und er hatte ein Lebensversicherung in der Höhe von 380.000 Dollar (rund 240.000 Euro) zugunsten seiner Frau abgeschlossen. Das Geld bekommt die aber nun nicht, da der Betrag bei Selbstmord nicht ausbezahlt wird…

Symbolbild

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