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26.09.2017 - 02:15
Foto: Wikimedia Commons (Symbolbild)

D: Polizisten beschädigen 900.000- - Wasserwerfer

22.04.2014, 11:57
Deutsche Polizisten sorgen mit der Beschädigung ihres eigenen, für stolze 900.000 Euro in Österreich bestellten Wasserwerfers für Ärger: Weil sie den Koloss bei einer Übung mit Eiern, Tennisbällen und Plastikflaschen "testeten", entstand ein beträchtlicher Schaden. Nun müssen sich nicht nur die Polizisten, sondern auch der Hersteller rechtfertigen.

Die Polizeiführer von Thüringen sollten vom neuen "Wasserwerfer 10000" des österreichischen Herstellers Rosenbauer unter realistischen Bedingungen beeindruckt werden, berichtet der MDR. Bereitschaftspolizisten hätten daher die Rolle gewaltbereiter Demonstranten angenommen und das 33- Tonnen- Gefährt mit Eiern, Tennisbällen und halb gefüllten Plastikflaschen beworfen, wie die Landespolizeidirektion mitteilte.

Angeblich "faustgroße Schäden"

Obwohl die Polizisten also auf Geschosse wie Glasflaschen und Steine oder gar Molotowcocktails verzichteten, sei es zu "drei faustgroßen Schäden an der Polycarbonat- Panzerverglasung des Einsatzfahrzeuges" gekommen, heißt es. Der Schaden sei nicht nachvollziehbar - laut Thüringer Innenministerium ist ein solcher gar in ganz Deutschland noch nie vorgekommen.

Daher wurde das Innenministerium des Bundes über den Schaden informiert, waren doch die 900.000 Euro aus dessen Budget gekommen. Das Ministerium hat wiederum bei Rosenbauer eine Stellungnahme erbeten, denn für ganz Deutschland wurden 78 Stück des Modells bestellt.

Rosenbauer beschwichtigt: Nur "Kratzer"

Rosenbauer- Sprecherin Gerda Königstorfer beschwichtigte denn auch am Dienstagvormittag: "Da gibt es keine faustgroßen Löcher. Es sind Kratzer." Werde ein Kratzer im Sichtfeld festgestellt, dann nehme der TÜV das nicht ab, gleich wie bei einem privaten Pkw. Sobald ein Kratzer in der Windschutzscheibe sei, müsse die ausgetauscht werden. "Das ist kein Thema von unserer Seite", meint man bei Rosenbauer.

Der von den Polizisten beschädigte Wasserwerfer sei weiter einsatzbereit, heißt es auch von deutschen Behörden. Ob die Frontscheibe ausgetauscht werden muss, soll im Juli von einem Sachverständigen entschieden werden. Bei Rosenbauer rätselt man indes nicht nur über den Schadensbericht, sondern auch über die Berichte über den Schaden: "Der Kunde wendet sich normalerweise an uns und geht nicht an die Medien raus."

Fahrzeuge mit Polizei entwickelt

Nach Angaben der Unternehmenssprecherin wurden die Spezialfahrzeuge gemeinsam mit der deutschen Bundespolizei konzipiert und entwickelt. Für jedes einzelne Fahrzeug habe es eine Abnahme gegeben. "Von uns ist alles ordnungsgemäß geliefert worden", heißt es beim Unternehmen.

Wasserwerfer dieses Typs werden in Deutschland schon in Hamburg und auch in Berlin eingesetzt. Seit der Lieferung im Herbst letzten Jahres war der Thüringer Koloss dreimal im Einsatz - Steine seien dabei nicht geflogen.

22.04.2014, 11:57
bge
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