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Altes Bauernhaus in Kirchberg durch Feuer völlig zerstört

11.07.2010, 13:36
Altes Bauernhaus in Kirchberg durch Feuer völlig zerstört (Bild: APA//Bez. Kommando FF Kitzbühel/Winfried Berger)
Foto: APA//Bez. Kommando FF Kitzbühel/Winfried Berger
Eine kilometerweit sichtbare Rauchsäule hat am Sonntagvormittag allen Augenzeugen klargemacht: Am Gaisberg in Kirchberg wütet ein Brandinferno! Tatsächlich hatte der uralte Hof "Linthalkrämer" Feuer gefangen (Bild), er versank binnen kurzer Zeit in Schutt und Asche. Die Besitzerfamilie Wallner konnte nur wenige Habseligkeiten retten.

Wenn ein fast 300 Jahre alter Hof zu brennen beginnt, geht alles blitzschnell – diese bittere Erfahrung mussten Bauer Josef Wallner, seine Frau und der Sohn am Sonntag machen. Kurz nach 10 Uhr war durch einen technischen Defekt im Bereich des Dachbodens ein Feuer ausgebrochen, das sich unfassbar schnell durch die alten Balken fraß. Eine Feuermauer hatte das hölzerne Gebäude nicht.

"Die Bewohner konnten nur noch einen Arm voller Habseligkeiten zusammenraffen, dann mussten sie flüchten", schildert ein Kirchberger Polizist der "Krone". Als die insgesamt 180 Feuerwehrleute eintrafen, war das Gebäude längst nicht mehr zu retten. "Wir mussten eine 3,5 Kilometer lange Löschleitung bis zur Ache legen. Auch eine einfachere Wasserversorgung hätte nicht geholfen", sagte Kitzbühels Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Papp. Ein kleiner Lichtblick mitten im Inferno: Der verängstigte Hase Hansi konnte noch rechtzeitig aus seinem Verschlag befreit werden. Das Vieh des Bauern war nicht im Stall.

Brandermittler prüfen, ob Kurzschluss vorlag

Den Feuerwehrleuten aus Kirchberg und mehreren Nachbarorten blieb nichts übrig, als den Hof "Linthalkrämer" kontrolliert abbrennen zu lassen. Letztlich ragte nur noch der Kamin aus dem wirren Durcheinander verkohlter Balken.

Am Montag wollen Brandermittler die genaue Ursache des Großfeuers klären. Ein technischer Defekt gilt als sehr wahrscheinlich, es könnte sich um einen Kurzschluss gehandelt haben. Der Schaden beträgt einige Hundertausend Euro.

von Andreas Moser, Tiroler Krone

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