Acht Sekunden lang achtete laut Anklage der Lenker eines Betonmischers (54) nicht auf den Autobahnverkehr der „Pyhrn“ und krachte ungebremst in den Wagen einer Steirerin (52). Die Frau überlebte nicht. Der Mann steht demnächst vor dem Richter.
Schrecklichste Szenen spielten sich Ende Mai des Vorjahres auf der „Pyhrn“ zwischen Kalsdorf und Schachenwald Fahrtrichtung Graz ab: Wieder einmal staute es sich auf diesem Streckenabschnitt. Eine 52-Jährige aus dem Bezirk Leibnitz reihte sich deswegen mit ihrem Lieferwagen in die Rettungsgasse ein. Auf einmal war ein unglaublich lauter Knall zu hören: Ein Betonmischwagen fuhr ungebremst auf ihren Wagen auf und rammte ihn.
Frau hatte keine Chance
Durch die Wucht des Anpralls kippte sogar der 16-Tonner um und blieb auf der Seite neben der Mittelleitwand liegen. Mit allen möglichen Mitteln versuchten die Feuerwehrkräfte aus Unterpremstätten, Zettling und Werndorf das Leben der Frau zu retten. Doch sie hatte keine Chance, ihr Auto wurde regelrecht zermalmt.
Der Lenker des Betonmischers, ein gebürtiger Kroate (54), muss sich am kommenden Donnerstag wegen grob fahrlässiger Tötung vor dem Einzelrichter in Graz verantworten. Laut Anklage soll er ungebremst auf das Stauende und somit in das Fahrzeug der Getöteten aufgefahren sein, da er ganze acht Sekunden lang seine Aufmerksamkeit nicht dem Verkehr gewidmet haben soll.
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