US Open

Top-Favoriten in Flushing Meadows locker weiter

Sport
04.09.2010 15:31
Nur wenig Gegenwind für die Top-Favoriten am fünften Tag der mit 22,668 Millionen Dollar dotierten US Open in Flushing Meadows: Weder der weit geringer als erwartet ausgefallene Einfluss von Hurricane "Earl", noch die Gegner haben Rafael Nadal (Bild), Andy Murray bzw. Titelverteidigerin Kim Clijsters oder Venus Williams und Co. am Freitag viel abverlangt. Es war nicht der Tag der "Underdogs".

Ein paar Regentropfen, die zu einer kurzen Unterbrechung zwangen, haben den Spielbetrieb nicht wirklich gestört. Trotz einer guten Leistung war in der Nightsession letztlich auch Denis Istomin gegen einen wieder furios aufspielenden Rafael Nadal chancenlos. Der topgesetzte Spanier, der schon die dritte von sieben nötigen Hürden auf dem Weg zum ersehnten ersten US-Open-Titel nahm, bezwang den Usbeken 6:2,7:6(5),7:5.

"Er hat wirklich sehr gut gespielt, ich hatte etwas Glück im Tiebreak des zweiten Satzes", meinte Nadal sportlich, der die Nightsession auf dem ausverkauften Center Court einmal mehr genoss. Er trifft nun auf den Franzosen Gilles Simon, der den Deutschen Philipp Kohlschreiber in der zweiten Runde aus dem Turnier warf.

Murray, Nalbandian, Verdasco souverän
Auch ein weiterer Titelanwärter, der als Nummer 4 gesetzte Schotte Andy Murray, hatte mit dem ihm unbekannten Jamaikaner Dustin Brown wenig Mühe. Nach dem 7:5,6:3,6:0 bekommt er es nun im Kampf um das Achtelfinale mit dem Schweizer Stanislas Wawrinka zu tun. Murray hatte sich alle Mühe gegeben, das Match so schnell wie möglich noch vor dem angekündigten schlechten Wetter zu beenden. Doch dann sah er sich auf den Trainingsplätzen wieder, weil ihm Die Partie nicht genug war. "Da waren vielleicht zwei Ballwechsel in dem Match, die mehr als acht, neun Schläge lang waren. Ich bin einfach rausgegangen und habe 45 Minuten lang geschlagen, um etwas Rhythmus zu bekommen", erklärte er.

Ein interessantes Drittrundenmatch wurde nach klaren Siegen des nun wieder stark spielenden Argentinier David Nalbandian und dem als Nummer 8 gesetzten Spanier Fernando Verdasco Realität. Beide entledigten sich mit Drei-Satz-Siegen ihrer jeweiligen Zweitrunden-Gegner. Die US-Amerikaner hatten nach Mardy Fish und James Blake am Vortag mit Sam Querrey und John Isner wieder Grund zum Jubel, auch ohne den bereits ausgeschiedenen Andy Roddick stehen somit immerhin vier Einheimische unter den letzten 32.

Venus Williams und Clijsters ohne Probleme
Bei den Damen steht diesbezüglich Venus Williams nach der Verletzung von ihrer Schwester Serena allein auf weiter Flur. Sie ließ im glitzernden schwarzen Abendkleid der Luxemburger Qualifikantin Mandy Minella beim 6:1,6:2 keine Chance. Beobachtet übrigens von Serena, die in einem auffälligen roten Kleid als Zuschauerin zu den US Open gekommen war.

Titelverteidigerin Kim Clijsters zeigte gegen die Tschechin Petra Kvitova ihre Entschlossenheit, ihren Vorjahreserfolg zu wiederholen. Die Belgierin geriet im ersten Satz 0:3 in Rückstand, doch dann machte ihre Gegnerin überhaupt kein Game mehr. Ihr nächstes Match wird wohl eines der interessantesten im Damen-Achtelfinale: Clijsters trifft auf die offenbar wieder zu ihrer Bestform findende Serbin Ana Ivanovic. Zumindest gab auch die French-Open-Siegerin 2008 bisher keinen Satz ab.

Den Schlag des Tages zeigte bei den Damen aber French-Open-Siegerin Francesca Schiavone: Beim 6:1,7:5 über Alona Bondarenko aus der Ukraine zeigte die Nummer 6 des Turniers, dass auch Damen den Schlag rücklings zum Netz durch die Beine beherrschen. Und wie Federer vor einigen Tagen punktete auch sie damit. Schiavone war selbst so davon begeistert, dass sie nach dem Match nach einer DVD mit ihrem Kunstschlag darauf gefragt hat.

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