Eine fast gespenstische Stille umgab die beiden Mannschaften im - bis auf einige Journalisten und etwa 100 geladene Gäste - leeren Happel-Oval. Laut wurde es bestenfalls auf dem Rasen.
Schwache Abwehr beim 0:1
So richtig in die Höhe schnellte der Geräuschpegel erstmals in der 18. Minute, und zwar aufgrund der Jubelschreie der Gäste aus Norwegen. Mittelfeld-Regisseur Elyounoussi hatte den Führungstreffer erzielt, nachdem Rapid-Innenverteidiger Gerson gleich zwei Zweikämpfe verloren und Torhüter Lukas Königshofer den Ball nicht kontrollieren hatte können.
Anstatt in sein Gehäuse zurückzulaufen, hatte sich Königshofer über das Einsteigen von Fredheim Holm beschwert. Auch bei einem schwierigen Flatterball von Mikkel Diskerud zeigte der 23-Jährige eine kleine Unsicherheit (32.).
Die Hütteldorfer hatten zwar von Beginn an mehr Spielanteile, aber kaum klare Torchancen. Vor der Pause sorgten lediglich Schüsse von knapp außerhalb des Strafraums durch Guido Burgstaller (14.) und Terrence Boyd (41.) für so etwas Ähnliches wie Gefahr. Mit 0:1 ging es in die Pause.
0:2 nach Eckball
Nach Seitenwechsel legte der Tabellendritte der norwegischen Liga durch Dorsin nach. Der Verteidiger verwertete einen Eckball im Fünfmeterraum frei stehend per Kopf. Der indisponierte Gerson hatte einmal mehr den Ball verpasst.
Katzer ließ Hoffnung aufkeimen
Rapid schlug durch Katzer zurück, der einen aufs lange Eck gezogenen Alar-Corner im Tor versenkte. Zuvor hatten die Hütteldorfer durch einen Fernschuss von Kapitän Steffen Hofmann (64.) und ein Solo von Muhammed Ildiz (65.) auch aus dem Spiel einmal zwei nennenswerte Szenen zustande gebracht. Nach dem vergebenen Elfmeter von Alar fanden Boyd (84.) und der eingewechselte Lukas Grozurek (86.) noch zwei gute Gelegenheiten vor.
Da aber auch ein Querpass von Christopher Trimmel in der Nachspielzeit keinen Abnehmer fand, kassierte Rapid seine vierte Niederlage in Folge in Gruppenspielen der Europa League. Der bisher letzte zählbare Erfolg datiert vom 21. Oktober 2010, einem 2:0 bei ZSKA Sofia. Die nächste Aufgabe in Gruppe K führt die Grün-Weißen am 4. Oktober in die Ukraine zu Metalist Charkiw. Der dritte Gruppengegner heißt Bayer Leverkusen. Die Deutschen werden am 25. Oktober im Happel-Stadion empfangen - dann vor vollen Rängen.
Leverkusen gegen Charkiw nur 0:0
Rosenborg hat sich mit dem 2:1-Sieg dagegen an die Tabellenspitze der Gruppe K geschossen. Denn im Parallelmatch trennten sich Bayer Leverkusen und Rapids kommender Gegner Metalist Charkiw 0:0. Die Deutschen waren deutlich überlegen, vergaben aber vor 15.300 Zuschauern in der nur halb gefüllten BayArena zahlreiche Chancen.
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