Nur Prellungen

Entwarnung nach schwerem Sturz von Andreas Kofler

Sport
31.01.2010 20:55
Entwarnung nach dem Schock bei den ÖSV-Adlern: Andreas Kofler, der Sieger der Vierschanzen-Tournee und eine der großen Medaillenhoffnungen für die Olympischen Spiele in Vancouver, verpatzte im Probedurchgang für das Skifliegen in Oberstdorf die Landung, kam schwer zu Sturz und verletzte sich dabei. Kofler wurde nach dem Abtransport vom Auslauf der Schanze (Bild) mit dem Hubschrauber in die Klinik nach Immenstadt geflogen.

Nach einigem Bangen - es bestand anfangs der Verdacht, dass sich Kofler das rechte Wadenbein gebrochen haben könnte - konnte der Tournee-Sieger aber schließlich Entwarnung geben. "Ich bin in Behandlung, es ist nichts Großartiges, wo man sich Sorgen machen muss." Ein Olympiastart stehe nicht zur Diskussion. "Jawohl, absolut! Das ist eindeutig mein nächstes Ziel jetzt", war Koflers Kommentar auf die Frage, ob er in Vancouver dabei sein werde. "Wir werden gemeinsam entscheiden, wie wir die nächste Zeit angehen werden, aber so weit sieht es ganz gut aus. Ich bin fit!", meinte Kofler in einem ORF-Interview. Wie die Untersuchungen zeigten, hat sich Kofler bei seinem Sturz zum Glück nur Prellungen zugezogen.

Grünes Licht von medizinischer Seite
Auch Coach Alexander Pointner war sichtlich erleichtert. "Von medizinischer Seite ist Grünes Licht gegeben worden. Es bestünde die Möglichkeit, dass er bei den nächsten Springen in Klingenthal und Willingen springen könnte, aber diese Entscheidung wird erst morgen fallen", erklärte er. Durchaus möglich, dass man dem Tiroler nun Ruhe gönnt. Richtung Olympia sollte es keine Einschränkungen geben, glaubt auch Pointner. "Die ersten Bilder haben ja schrecklich ausgeschaut. Da ist es mir kalt über den Rücken gelaufen."

Erster Ersatzmann für den Fall einer gröberen Verletzung wäre übrigens eindeutig David Zauner, bestätigte Pointner. "Er war ja ein Thema bei der Olympianominierung nach zwei sechsten Plätzen in Zakopane. Aber Koch Martin war letztlich außer Diskussion", sagte der ÖSV-Funktionär.

Morgenstern feilt in Villach an Olympiaform
In Klingenthal, wohin die ÖSV-Mannschaft am Montag weiterfährt, wird am Dienstag (Qualifikation) und Mittwoch auf jeden Fall Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern fehlen. Der Kärntner feilt derzeit am Stützpunkt in Villach mit Heinz Kuttin an seiner Olympiaform.

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