Super-G abgesagt

Dichter Nebel macht ein Rennen in Garmisch unmöglich

Sport
29.01.2012 13:04
Der Nebel war zum Leidwesen der alpinen Skirennläufer am Sonntag der große Sieger in Garmisch-Partenkirchen. Wegen dichter und vor allem hartnäckiger Nebelschwaden im Streckenteil "Hölle" musste am Nachmittag der Weltcup-Super-G der Herren im WM-Ort 1978 und 2011 nach dreimaliger erfolgloser Verschiebung endgültig abgesagt werden. "Es war absolut unmöglich, hier zu fahren. Der Nebel war so stark, dass nicht einmal richtig besichtigt werden konnte", erklärte FIS-Renndirektor Günter Hujara.

Somit mussten die Speed-Spezialisten wieder einmal unverrichteter Dinge abreisen. "Das ist sehr schade, denn unsere Burschen sind gestern schon in der Abfahrt sehr gut gefahren und wären auch heute im Super-G vorne dabei gewesen. Ich habe fix mit unserem ersten Stockerlplatz im Super-G in dieser Weltcup-Saison gerechnet", bedauerte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum die Absage in Bayern.

Ersatz in Crans-Montana?
Nachdem bereits in der Vorwoche der Super-G in Kitzbühel nicht hatte stattfinden können, ist man nun bereits mit zwei Rennen in der zweitschnellsten Alpin-Disziplin in Verzug. Die naheliegendste Variante dürfte sein, dass sowohl Ende Februar in Crans-Montana als auch Anfang März in Kvitfjell je ein Super-G nachgeholt wird. In beiden Weltcup-Orten steht bereits je ein Rennen in dieser Disziplin im ursprünglichen Programm. Eine Bestätigung soll bereits in der kommenden Woche in Chamonix erfolgen, wie Hujara am Sonntag bestätigte. Allerdings hätte in Kvitfjell eine zweite Abfahrt Vorrang, sofern in der Königsdisziplin noch ein Nachtragsrennen notwendig werden sollte.

Zukunft von Garmisch ungewiss
Die Absage am Sonntag war ein weiterer Rückschlag für Garmisch-Partenkirchen, wo die Zukunft der Weltcup-Rennen infrage steht. Es geht wieder einmal ums liebe Geld und darum, wie Leistungssport und Tourismus nebeneinander funktionieren. "Die Grundproblematik ist: Sind wir am Hang Störfaktor oder sind wir gern gekommene Gäste, die eine klare Marketingbotschaft Garmisch-Partenkirchens nach außen tragen", betonte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Skiverbandes.

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