EBEL-Play-Offs

Black Wings und “Caps” vor Aufstieg ins Halbfinale

Sport
28.02.2010 22:09
Die Vienna Capitals und die Black Wings Linz stehen nach Auswärtssiegen vor dem Aufstieg ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga. Im vierten Spiel der "best of seven"-Viertelfinalserie setzten sich die Wiener am Sonntag in Fehervar mit 4:1 durch, die Linzer besiegten den Villacher SV 4:3 nach Verlängerung. Beide Teams führen in der Serie 3:1 und können im Heimspiel am Dienstag alles klar machen.

Weiter offen sind die anderen beiden Serien. Salzburg siegte in Klagenfurt 2:0 und stellte in der Neuauflage des Vorjahresfinales auf 2:2. Ebenfalls unentschieden steht die Serie zwischen den Graz 99ers und Liga-Neuling Zagreb, nachdem die Kroaten am Sonntagabend daheim 3:0 siegten.

Fehervar - Vienna Capitals 1:4
Die Capitals erwischten einen Traumstart. Darryl Bootland nutzte das erste Überzahlspiel aus und traf in der dritten Minute zur Führung, Peter Casparsson (26./PP) erhöhte zu Beginn des zweiten Abschnitts - ebenfalls im Powerplay - auf 2:0. Damit hatten die Wiener das Spiel unter Kontrolle. Oscar Ackeströms (35.) Anschlusstreffer beantwortete Patrick Lebeau (37.) nur 130 Sekunden später mit dem dritten Caps-Tor. David Rodman (45.) erhöhte in der Anfangsphase des Schlussdrittels mit einem erneuten Powerplay-Treffer auf 4:1. Das war die Entscheidung.

Die "Caps", die das erste Match der "best of seven"-Serie noch überraschend zuhause verloren hatten, haben nach drei Siegen in Folge am Dienstag die Möglichkeit, im Heimspiel den Halbfinaleinzug in der Erste Bank Eishockey Liga zu fixieren. Das erste Match der "best of seven"-Serie hatten die Wiener noch überraschend daheim verloren.

VSV - Black Wings Linz 3:4
Die Black Wings Linz haben die Weichen auf Aufstieg gestellt. Die Oberösterreicher gewannen in der Villacher Stadthalle 4:3, den entscheidenden Treffer erzielte Leahy nach 6:16 Minuten der Verlängerung. Die Linzer führen nun in der Serie 3:1.

Die Villacher hatten die meiste Zeit über ein spielerisches Übergewicht, allein die Effizienz fehlte. Im ersten Drittel hatte es vor dem Tor von Goalie Westlund aber noch ganz gut geklappt, Stewart durch einen Abpraller (11.) und Routinier Kromp mit einem Schuss von der blauen Linie (14.) stellten recht rasch auf 2:0. Die Gäste nutzten allerdings eine 5:3-Überzahl kurz vor der ersten Pause durch Purdie zum Anschlusstreffer (19.), dieser leitete schließlich den Umschwung ein.

Die Gastgeber ließen im zweiten Abschnitt etwas nach, die Oberösterreicher waren besonders in Kontern gefährlich. Aus einem solchen gelang Shearer der Ausgleich (34.). Leahy brachte die Linzer mit seinem ersten Treffer dann auch in Führung (47.), doch der fitgespritzte Michael Raffl rettete den VSV im Powerplay mit seinem ersten Treffer seit 17. Jänner in die "Overtime". In dieser scorte abermals Leahy zum siegbringenden Treffer.

Zagreb - Graz 99ers 3:0
Die Graz 99ers haben mit Außenseiter Medvescak Zagreb schwer zu kämpfen. Mit einem 3:0-Heimerfolg glichen die Kroaten in der "best of seven"-Serie auf 2:2 aus. Die Steirer gingen in Zagreb damit erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Eis. Spiel fünf in der Serie steigt nun am kommenden Dienstag in Graz.

Nach einem torlosen ersten Drittel ging Zagreb in Unterzahl durch Brad Smyth (25.) in Führung. Die Grazer konnten auf den Rückstand nicht antworten und nahmen das Tor von Gasper Kroselj nur zu selten (20 Torschüsse) unter Beschuss. Goalie Fabian Weinhandl auf Seiten der Mannschaft von Bill Gilligan musste hingegen 34 Schüsse auf sein Gehäuse einstecken. Mike Ouellette (42.) legte für die Hausherren schließlich im Powerplay nach, 2:24 Minuten vor der Schlusssirene sorgte Jeffrey Heerema für die endgültige Entscheidung.

KAC - Red Bull Salzburg 0:2
In der Viertelfinalserie zwischen Meister KAC und Vizemeister Salzburg gibt es anscheinend einen Heimnachteil. Die Mozartstädter gewannen in Klagenfurt souverän 2:0 und stellten damit in der Serie auf 2:2. Damit gab es in allen vier bisher ausgetragenen Matches einen Auswärtssieg. Die Neuauflage des Vorjahresfinales wird am Dienstag in Salzburg fortgesetzt.

Die Salzburger "Bullen" hatte durchwegs mehr vom Spiel. Dass es nach zwei Dritteln immer noch torlos stand, hatte der Meister seinem Goalie Jordan Parise zu verdanken, der einige starke Paraden zeigte. In der 49. Minute war er aber machtlos, als Salzburg-Stürmer Brent Aubin den Bann brach. Michael Siklenka (52.) erhöhte drei Minuten später und sorgte damit für die Entscheidung.

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