"Einladung erhalten"

Strache verteidigt FPÖ-Reise nach Tschetschenien

Österreich
15.02.2012 06:56
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat die Tschetschenien-Reise des stellvertretenden FPÖ-Bundesparteiobmanns und Wiener Landtags-Klubchefs Johann Gudenus sowie des außenpolitischen Sprechers der Partei, Johannes Hübner, verteidigt. Es habe sich um eine Einladung des tschetschenischen Parlaments gehandelt und dem Dialog gedient, sagte Strache am Dienstagabend im ORF-"Report". Es sei kein "Huldigungsbesuch" gewesen.

Der FPÖ-Chef verwies zudem auf einen Besuch einer Delegation des Innenministeriums im September des Vorjahres in der russischen Teilrepublik. Weiters zitierte er Medienberichte, wonach die Delegation zur Einschätzung gelangt sei, dass die Lage vor Ort positiv sei und es möglich sei, eine menschenwürdige Rückkehr der tschetschenischen Flüchtlinge zu gewährleisten.

Strache betonte in diesem Zusammenhang, dass bereits Hunderte Tschetschenen aus Österreich freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Zugleich beklagte er den "Asylmissbrauch" zahlreicher Tschetschenen in der Alpenrepublik.

Strache hat kein Vertrauen zum Außenministerium
Zu den Vorwürfen gegenüber dem umstrittenen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow meinte Strache, er seine keine "Strafbehörde". Auch gegen den verstorbenen palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat habe es Anschuldigungen gegeben, dieser sei aber später mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Zur Begründung, warum die FPÖ die Tschetschenien-Reise nicht mit dem Außenministerium abgesprochen habe, sagte Strache, dieses habe seine Reisen nach Moskau oder Israel torpediert. Deshalb habe er kein Vertrauen.

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