Bergisel-Springen

Schlierenzauer siegt vor Ammann und Ahonen

Sport
03.01.2010 16:41
Gregor Schlierenzauer hat am Sonntag seinen ersten Weltcupsieg auf der Heimschanze in Innsbruck gefeiert. Der 19-jährige Tiroler siegte am Bergisel mit dem jeweils weitesten Sprung in beiden Durchgängen vor dem Schweizer Simon Ammann und dem Finnen Janne Ahonen. In der Tournee-Gesamtwertung liegt er nun auf Platz zwei, im Gesamtweltcup holte er sich die Führung von Ammann zurück.

Mit Andreas Kofler (4.), Tournee-Titelverteidiger Wolfgang Loitzl (6.) und Mario Innauer (10.) landeten am Bergisel hinter "Schlieri" drei weitere ÖSV-Adler in den Top Ten. Kofler führt die österreichische Mannschaft als Leader nach Bischofshofen. Der Tiroler liegt nur noch 14,6 Punkte vor Schlierenzauer und 21,6 Zähler vor Loitzl. 

Schlierenzauer fehlen die Worte
"Mir fehlen die Worte. Man fährt da jeden Tag vorbei und denkt sich, da will man gewinnen. Ich muss zugeben, dass ich sehr nervös war", gestand Schlierenzauer nach seinem 28. Weltcupsieg. "Fünf Punkte waren nicht sehr viel", bezog er sich auf seinen Vorsprung als Leader nach dem ersten Durchgang. "Ich habe gewusst, dass ich voll angreifen und einen guten Sprung machen muss. Ich werde weiter an mir arbeiten, in der Tournee ist noch alles offen."

Andreas Kofler büßte einiges von seinem Vorsprung ein. "Es war brutal schwierig. Die Sprünge waren nicht hundertprozentig frei. Ich freue mich jetzt auf Bischofshofen", meinte Kofler, der sich auf der Paul-Außerleitner-Schanze sehr wohl fühlt - wie auch Schlierenzauer. Ebenfalls noch Karten zum Tournee-Gesamtsieg und damit zur erfolgreichen Titelverteidigung hat Wolfgang Loitzl in der Hand. "Mit diesem kurzen Anlauf, wenn der Aufwind nicht da ist, da tut sich jeder schwer. Ich bin nicht unzufrieden mit dem Wettkampf, das Ergebnis hätte aber ein bisschen besser sein können."

Mario Innauer kehrt fulminant zurück
Eine Überraschung aus ÖSV-Sicht gelang Mario Innauer, der nach langer Krise mit Rang zehn fulminant in den Weltcup zurückkehrte. Enttäuschend war hingegen Thomas Morgenstern als 14. platziert. Der nach dem ersten Durchgang auf Platz 3 liegende Martin Koch wurde nach einem verpatzten zweiten Sprung noch auf Rang 18 durchgereicht.

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner konnte sich einmal mehr über sein "Wunderteam" freuen. "Gratulation an die Sportler, die haben wieder Großartiges geleistet. Gregor ist sensationell gesprungen, er hat einen souveränen Sieg gefeiert. Gott sei Dank springen wir mit drei Assen mit." Der 39-Jährige wollte sich freilich auf keine Prognose für das Finale am Dreikönigstag einlassen. "Ich spüre eine mannschaftliche Geschlossenheit. Ich weiß, dass jeder Springer gewinnen kann. In Bischofshofen kann jeder gewinnen, wichtig ist nur, dass es ein Österreicher ist."

Ergebnis des Bergisel-Springens: 

Rang

Name

Nation

 1. DG

 2. DG

Punkte

 1.

SCHLIERENZAUER Gregor 

AUT 

 130.0

 122.0

 251.1

 2.

AMMANN Simon 

SUI 

 128.5

 117.5

 237.8

 3.

AHONEN Janne 

FIN 

 128.0

 117.5

 237.4

 4.

KOFLER Andreas 

AUT 

 126.0

 118.5

 235.1

 5.

JACOBSEN Anders 

NOR 

 126.5

 117.0

 234.3

 6.

LOITZL Wolfgang 

AUT 

 122.0

 119.0

 232.8

 7.

MALYSZ Adam 

POL 

 123.5

 118.0

 231.7

 8.

BODMER Pascal 

GER 

 122.5

 118.5

 228.8

 9.

KASAI Noriaki 

JPN 

 122.0

 117.0

 225.2

 10.

INNAUER Mario 

AUT 

 121.0

 118.0

 223.7


Weiters:




 14.

MORGENSTERN Thomas 

AUT 

 117.5

 117.0

 217.1

 17.

HAYBÖCK Michael 

AUT 

 120.0

 116.0

 214.3

 18.

KOCH Martin 

AUT 

 127.5

 106.5

 213.7

 26.

FETTNER Manuel 

AUT 

 116.5

 111.5

 198.9

 28.

THURNBICHLER Stefan 

AUT 

 113.5

 108.0

 186.7

 34.

MÜLLER Lukas 

AUT 

 113.0


 97.9

 37.

JANDA Jakub 

CZE 

 112.0


 96.1

 37.

KÜTTEL Andreas 

SUI 

 112.0


 96.1

 43.

HILDE Tom 

NOR 

 108.5


 88.8

 45.

HAUTAMÄKI Matti 

FIN 

 107.5


 88.0

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