So, 17. Dezember 2017

In Downing Street

06.12.2017 06:39

GB: Islamisten wollten Theresa May ermorden

Die Sicherheitsbehörden in Großbritannien haben in den vergangenen zwölf Monaten eine Reihe von Terroranschlägen verhindert - darunter auch ein Attentat gegen Premierministerin Theresa May. Wie die "Daily Mail" sowie andere britische Medien berichteten, sollen Islamisten einen Selbstmordanschlag mit Bomben und Messern auf Downing Street Nr. 10 geplant haben. Zwei Männer wurden festgenommen.

Der Plan habe den Einsatz von Sprengstoff vor der Downing Street und einen anschließenden gezielten Angriff gegen May in dem Durcheinander vorgesehen. Die beiden Festgenommenen sollen nun am Mittwoch dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Eine offizielle Stellungnahme der Behörden zu den Medienberichten liegt noch nicht vor.

36 Menschen starben 2017 durch Attentate in Großbritannien
Stunden zuvor hatte Andrew Parker, Chef des Inlandsgeheimdiensts MI5, dem Londoner Kabinett berichtet, dass in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt neun Terrorattacken im Land verhindert worden seien. Details dazu nannte er nicht. Großbritannien ist heuer bereits fünfmal Ziel von Terroranschlägen in London und Manchester geworden. Insgesamt kamen dabei 36 Menschen, unter ihnen auch Kinder, ums Leben.

Parker hatte vor wenigen Wochen in einer Rede betont, dass die Gefahr durch islamistische Terroristen so groß wie nie zuvor sei. Es gebe einen "dramatischen Anstieg an Bedrohungen" in Großbritannien. Triebfeder sei die "mörderische Strategie" der Terrormiliz Islamischer Staat und ihre Online-Propaganda. Der Inlandsgeheimdienst führt derzeit 500 Ermittlungen durch, die 3000 Extremisten betreffen.

Anschlag von Manchester hätte verhindert werden können
Nach einem am Dienstag veröffentlichten unabhängigen Bericht hätte der Terroranschlag von Manchester im Mai möglicherweise verhindert werden können. Demnach war der Attentäter Salman Abedi dreimal ins Visier des Geheimdienstes geraten, einmal nur wenige Monate vor seinem Anschlag.

Bei einem für Ende Mai geplanten Treffen des Inlandsgeheimdienstes sollte es darum gehen, die Gefährlichkeit des 22-Jährigen einzuschätzen. Da war es schon zu spät: Neun Tage zuvor riss der Brite libyscher Herkunft nach einem Pop-Konzert mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod, auch Kinder. Hunderte erlitten Verletzungen.

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