Mo, 20. November 2017

GAK warnt:

09.11.2017 14:48

„Wir haben ein Gewaltproblem!“

Ein Grüppchen sogenannter "Fans" der beiden Grazer Traditionsvereine Sturm und GAK versteht seine Anhängerschaft als Kampfauftrag. Immer wieder kommt es zwischen GAK- und Sturm-"Fans" zu wüsten, teilweise blutigen Schlägereien. Der Vorstand des GAK ortet ein Gewaltproblem und will nun gemeinsam mit Sturm-Vertretern und der Fanpolizei nach einer Lösung suchen.

Letzter trauriger Höhepunkt der leidigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden "Fan"-Gruppen war eine Massenschlägerei vor der Merkur-Arena am 4. November. GAK-Fanbusse hatten dort nach einem Auswärtsspiel gehalten. Ausgerechnet nach dem Heimspiel von Sturm gegen Rapid…

Noch laufen die Ermittlungen der Polizei, aber der GAK stellt schon Stadionverbote gegen eigene "Fans" in den Raum, die sich an den Gewalttätigkeiten beteiligt haben.

Blutige Feindschaft

Seit vielen Jahren herrscht zwischen kleinen, unverbesserlichen "Fan"-Grüppchen eine unversöhnliche, teils sogar blutige Feindschaft, um nicht zu sagen eine Stimmung blanken Hasses.

Der GAK-Vorstand listet jetzt eine ganze Reihe von Attacken auf GAK-Fans und GAK-Fanlokale auf, die bis ins Jahr 2012 zurückreichen und von 20 bis 30 Sturm-Anhängern verübt worden sein sollen. Sogar der Mutter eines GAK-Fans soll vor ihrem Haus aufgelauert worden sein, um ein gestohlenes Sturm-Transparent wieder zurück zu bekommen

Der GAK-Vorstand bemüht sich nun um eine Lösung und geht mit einem offenen Brief in die Offensive.

Die Brutalität nimmt zu

"Wir haben ein Gewaltproblem in dieser Stadt", heißt es darin unverblümt. Und weiter: "Wir haben keinesfalls die Absicht mit diesem Schreiben den SK Puntigamer Sturm wegen des Verhaltens eines minimalen Prozentsatzes seiner Anhänger zu diskreditieren. Auch soll dies keine Aufrechnung der Schuld sein."

Die Gewaltexzesse und kriminellen Handlungen zwischen den beiden Fangruppen würden an Zahl und Brutalität stetig zunehmen. Darum müsse eine Lösung her. Der GAK will, gemeinsam mit Sturm und der Fanpolizei, eine Entschärfung der Situation herbeiführen: "Reden und handeln wir. Es soll bei Sturm und GAK nur noch um eines gehen, um den Fußball!"

Von: Gerald Richter

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