Di, 12. Dezember 2017

Bauern profitieren

03.11.2017 16:13

Ohne Papierkrieg zum Geld

Weg vom Bürokratiefilz, zurück zum Hausverstand. Das geht, wie die neue Förderung des Landes für kleine Landwirtschaftsbetriebe zeigt. Unkompliziert kommen die Bauern zu ihrem Geld, wenn sie investieren. Der Erfolg gibt diesem Weg recht, denn pro Tag kommt ein Förderantrag herein. Vier Seiten sind schnell ausgefüllt.

"Diese beiden haben richtig Freude an der Landwirtschaft, das sieht man einfach", schwärmte Agrar-Landesrat Sepp Schwaiger, als er Vater und Sohn Voithofer auf dem Bachgut in Mittersill traf. Anton und Bernhard haben mit einer Landesförderung eher unübliche Wege, nämlich gegen alle Trends, eingeschlagen sind von Mutterkuhhaltung zur Milcherzeugung zurück gekehrt. "Mit dem Geld haben wir den Stall umgebaut, dass es den Tieren besser geht und die Arbeit erleichtert wird. Eine Investition in die Zukunft", erklärte Anton Voithofer der "Krone".

Jeden Tag kommt ein Förderantrag herein
Wer jetzt Berge von Antragsformularen vor Augen hat, die die Bachbauern wälzen mussten, liegt falsch. Seit Jänner hat der Antrag überschaubare vier Seiten. "Bürokratieabbau ist möglich, das wollte ich beweisen", betont Schwaiger. Dass genau das gefragt ist, zeigt die eindrucksvolle Bilanz der Förderung: Fast 300 Anträge wurden in nur zehn Monaten gestellt, knapp neun Millionen Euro von den Landwirten investiert, was eine Fördersumme von 2,35 Millionen Euro ergibt. "Ein Viertel der Projekte ist bereits fertig und die das Geld an die Landwirte ausbezahlt", rechnete Schwaiger vor und Bauer Anton Voithofer fügte hinzu: "Die Entscheidung, unseren Stall umzubauen, fiel mir leichter, als ich von der unkomplizierten Methode erfuhr. Dann ging alles schnell, die Zusage war bald da." Selbst die EU, mit der man sich im Agrarressort abstimmen musste, genehmigte die "entfilzte" Förderung innerhalb weniger Tage. Fazit: Weniger Bürokratie, mehr Hausverstand, Experiment gelungen!

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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