Mo, 20. November 2017

Flüchtlingskrise

23.10.2017 09:59

Asyl: In Tirol sind derzeit 2800 Verfahren offen

Die nicht enden wollende Flüchtlingskrise stellt auch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) vor enorme Herausforderungen! Am Standort Innsbruck sind aktuell rund 2800 Asylverfahren im Laufen - im Schnitt werden in Tirol bereits über 40 Prozent der Anträge innerhalb eines halben Jahres abgearbeitet.

Knapp 6000 Illegale landeten heuer bis dato in den Fängen der Tiroler Polizei. Der Großteil der aufgegriffenen Flüchtlinge will aber bekanntlich nicht hier bleiben. Lediglich 1024 Personen stellten bis einschließlich 17. Oktober hierzulande einen Antrag auf Asyl.

Für die Abarbeitung dieser Verfahren ist die Regionaldirektion des BFA in Innsbruck zuständig. Und dort gibt es für die rund 90 Mitarbeiter viel zu tun. "Aktuell gibt es bei uns etwa 2800 offene Verfahren. Im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2016 sind das um 2300 Fälle weniger", schildert Regionaldirektor Arno Nitzlnader. Allein im vergangenen halben Jahr wurde die Zahl der offenen Anträge um rund 1000 reduziert.

40% binnen sechs Monaten erledigt

Die Dauer der Asylverfahren ist auch in Tirol höchst unterschiedlich. Im Schnitt lag diese zuletzt innerhalb des gesetzlich vorgegebenen Rahmens von 15 Monaten. "Über 40 Prozent werden jedoch bereits innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen", betont Nitzlnader, dessen Ziel es ist, die aktuell rund 2800 offenen Fälle bis Mitte 2018 abzuarbeiten.

Dass derzeit in Tirol etwa 5000 Asylwerber in der Grundversorgung sind, erklärt der Regionaldirektor so: "Bei dieser Zahl sind unter anderem jene mit eingerechnet, die gegen einen negativen Bescheid Beschwerde eingelegt haben."

Brenner: Kontrollen gehen weiter

Die verstärkten Flüchtlingskontrollen im Brenner-Gebiet werden indes fortgesetzt - weiter mit Unterstützung des Bundesheeres. "Aktuell gibt es pro Monat in etwa 150 Schwerpunktaktionen", heißt es von Seiten der Polizei.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden