Mi, 22. November 2017

Anuga 2017 in Köln

11.10.2017 12:54

Über den Tellerrand hinaus

Rund 7400 Aussteller, 107 Länder und 160.000 Besucher - das sind die Eckdaten der weltgrößten Nahrungsmittelmesse "Anuga", die derzeit in Köln für Aufsehen sorgt. Auch Tiroler Unternehmen präsentieren sich.

Gigantisch! Dieses Adjektiv beschreibt die Fachmesse wohl am besten. In elf teils mehrgeschossigen Hallen zeigen die (inter-)nationalen Aussteller auf einer Fläche von 284.000 Quadratmetern ihre Produkte. Die Palette reicht dabei von den Klassikern wie Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Getränke bis hin zu Kreationen, die rein aus Insekten bestehen. Die "Krone" begab sich am Montag mit Vertretern der Wirtschaftskammer Tirol auf Spurensuche und entdeckte dabei auch heimische Firmen, die mit ihren regionalen Köstlichkeiten über den eigenen Tellerrand hinaus begeistern möchten.

Ziel: Der deutsche Markt

Zu ihnen gehört die ErlebnisSennerei Zillertal. "Wir haben rund 70.000 Besucher im Jahr und die meisten von ihnen kommen aus Deutschland. Viele möchten unsere Produkte auch direkt zu Hause kaufen und daher wollen wir am deutschen Markt Fuß fassen", klärte Christian Kröll auf und fügte hinzu: "Auf der Anuga können wir jedes Mal wertvolle Kontakte mit Einzelhändlern knüpfen. Die harte Arbeit trägt schön langsam Früchte, seit heuer haben wir zum ersten Mal einen Außendienstmitarbeiter."

"Spare mir Zeit & Geld"

Katja Schulze vom Itterer Unternehmen Biologon ist nicht nur auf der Suche nach Neukunden, sondern hält auch Ausschau nach neuer Rohware. "Viele unserer Bio-Müslis, Crunchys und Co. exportieren wir unter anderem nach Deutschland, Italien und Frankreich. Hier dabei zu sein ist somit nahezu Pflicht und schlägt sich in den Zahlen nieder", sagt sie. Der Export spielt auch für Paul Unterweger, Inhaber der Tiroler Früchteküche aus Osttirol, eine wesentliche Rolle. "Ich treffe mich auf der Messe mit vielen ausländischen Kunden. Die Alternative dazu wäre, meine Mitarbeiter zu jedem einzelnen von ihnen persönlich hinzuschicken. Dann wären sie allerdings mehrere Tage unterwegs, auf der Anuga spare ich mir somit Zeit und Geld", erklärt Unterweger.

Viele Tiroler Neuheiten

Auch die Tiroler "Big-Player" wie die A. Darbo AG oder die Handl Tyrol GmbH sind mit großen, beeindruckenden Ständen auf der Anuga präsent. Auffallend: Beide Unternehmen präsentieren ihre Neuheiten. Bei Darbo handelt es sich um das Fruchtmousse zum Löffeln namens "Tagtraum", bei Handl sind es unter anderem die Tiroler Rinder-Wurzen bzw. -Stangerln, die zu 100% aus heimischem Rindfleisch sind.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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