So, 19. November 2017

Konkurrenz für A1

10.10.2017 11:33

Behörde gibt grünes Licht: Drei schluckt Tele2

Die Bundeswettbewerbsbehörde hat die Fusion von Drei und Tele2 erlaubt, nachdem der Mobilfunkanbieter Ende Juli bekannt gab, den Festnetzbetreiber Tele2 zu kaufen. Da die Anbieter in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, würden keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgelöst, so die BWB nach einer entsprechenden wettbewerbsrechtlichen Prüfung.

"Das Vorhaben kann sich sogar positiv auf den Wettbewerb auswirken, da mehr Konkurrenz im Hinblick auf Bündelprodukte (Mobilfunk-/Festnetztelefonie und Breitband) auf dem Markt entsteht", teilte die Behörde mit.

Neue Konkurrenz für Platzhirsch A1
Drei positioniert sich mit dem Zukauf in Höhe von 95 Millionen Euro als Komplett-und Geschäftskundenanbieter gegen den teilstaatlichen Marktführer A1 Telekom Austria. Drei gehört dem chinesischen Mischkonzern Hutchinson und rittert gemeinsam mit T-Mobile Austria um den zweiten Platz am heimischen Mobilfunkmarkt. Die schwedische börsennotierte Tele2 hat sich auf Geschäftskunden spezialisiert, sie soll rund ein Drittel der heimischen Top-Unternehmen als Festnetzkunden haben.

"Größter alternativer Telekom-Betreiber Österreichs"
"Durch den Zusammenschluss entsteht der größte alternative Telekom-Betreiber Österreichs mit rund vier Millionen Mobilfunk-, Festnetz- und Internet-Anschlüssen und künftig knapp einer Milliarde Euro Umsatz", hieß es von Drei-Chef Jan Trionow in einer Aussendung, als der Kauf am 28. Juli bekannt gegeben worden war.

Zur künftigen Stoßrichtung des nunmehr integrierten Festnetz- und Mobilfunkanbieters Drei meinte Trionow: "Mit Tele2 stärkt Drei seine Aktivitäten als IT-Dienstleister für Unternehmen durch Angebote für Netzwerkmanagement, Housing- und Hosting-Leistungen sowie Sicherheits-Lösungen. (...) Der Anteil der Geschäftskundenumsätze am Gesamtumsatz von Drei steigt durch die Tele2-Übernahme von zwölf auf 22 Prozent. Mittelfristig will das Unternehmen mehr als ein Viertel der Umsätze im Business-Segment erzielen."

 krone.at
Redaktion
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