Standort Wattens

Swarovski muss weniger kündigen als gedacht

Wirtschaft
12.01.2026 17:22

Der Tiroler Luxuskonzern Swarovski wird am Hauptsitz in Wattens deutlich weniger Mitarbeiter kündigen als gedacht. Von den rund 400 Arbeitsplätzen, die abgebaut werden, dürften am Ende des Tages „nur“ weniger als 80 Beschäftigte eine Kündigung am Tisch liegen haben. Der Rest erfolge über Pensionierungen und mittels "freiwilliger, partnerschaftlicher Abgänge", heißt es.

Im Herbst hat der Tiroler Konzern den Abbau von rund 400 Stellen an seinem Hauptsitz in Wattens bekannt gegeben. Das Land Tirol sowie auch die Arbeiterkammer zeigten sich betroffen. Die Anpassungsmaßnahmen seien notwendig geworden, um den Standort für die Zukunft zu sichern, hieß es damals. Denn auch die Luxusbranche sei durch die Konjunkturabschwächung betroffen. Dazu kamen große Herausforderungen wie gestiegene Rohstoffpreise und Lohnkosten.

Nun haben sich alle Beteiligten über die konkrete Umsetzung geeinigt. „Gemeinsam haben wir es geschafft, dass weniger als 80 Personen aktiv abgebaut werden müssen. Wir haben dazu sehr verantwortungsvolle und vernünftige Gespräche mit dem Management, den Vorsitzenden unseres Betriebsrats und mit dem gesamten Belegschaftsteam geführt“, erklärt Jerome Dandrieux, General Manager in Wattens und Chief HR Officer von Swarovski. Rund 85 Prozent der im Herbst kommunizierten Positionen sollen einerseits durch Pensionierungen, andererseits mittels partnerschaftlichen, freiwilligen Abgängen gelöst werden.

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Gemeinsam haben wir es geschafft, dass weniger als 80 Personen aktiv abgebaut werden müssen.

Jerome Dandrieux, GM Wattens und Chief HR Officer Swarovski

Dandrieux: „Es ist ein schwerer Tag für mich in meiner Verantwortung für den Standort Wattens und alle Menschen, die hier arbeiten. Es ist mir sehr bewusst, dass hinter jeder Kündigung Menschen stehen. Wir haben diese Entscheidungen proaktiv und in größter Verantwortung unseren Mitarbeitenden gegenüber getroffen.“

Bekenntnis zum Standort Wattens
Gleichzeitig betont der Manager das klare Bekenntnis zum Standort Wattens. Er sei ein grundlegender Pfeiler in der neuen Strategie LUXignite, die seit der Einführung starke und konstante Ergebnisse zeige. Daher sollen auch in den nächsten vier Jahren rund 150 Millionen Euro in den Standort investiert und Wattens als globales Zentrum für Handwerkskunst, Technologie und Innovation bewahrt werden.

„Wir setzen uns voll und ganz für die Sicherung der Zukunft von Wattens und die Unterstützung unserer Mitarbeitenden ein. Diese Transformation werden wir mit Menschlichkeit, Respekt und Transparenz angehen, ganz im Einklang mit unseren Werten und sozialen Rahmenbedingungen“, so Dandrieux abschließend.

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