So, 22. Oktober 2017

Sicherheitskonzept

13.09.2017 18:37

Kommt eine „blinde“ Lösung?

Während am Wiener Ballhausplatz gerade von einer Anti-Terror-Mauer auf zusätzliche Poller zum Schutz des Bundeskanzleramtes umdisponiert wurde, tüftelt auch Salzburg an einem neuen Sicherheitskonzept - doch das ist mit Hürden verbunden.

Grund hierfür sind die strengen Richtlinien für Hochsicherheitsmaßnahmen, die kaum einen Spielraum zulassen und die die Stadt jetzt vor einige Probleme stellen. Konkret geht es um zusätzliche Sicherungsmaßnahmen für das Festspielhaus in der Hofstallgasse und in weiterer Folge auch für die Linzergasse.

Kein Platz für Radler und Rollstühle

Geplant war eigentlich auf Grundlage eines einstimmigen Beschlusses im Stadtratskollegium, dass die bestehenden Hubpoller nicht ergänzt werden, sondern lediglich die festinstallierten, leichten Poller gegen schwerere Modelle ausgetauscht werden. Dazu wurde ein entsprechender Amtsbericht ausgearbeitet - doch was auf dem Papier nach einer guten Idee klingt, hat in der Praxis seine Tücken. Die Präsentation des Berichts zu einer Aufrüstung der Polleranlagen in der Altstadt verlief jetzt jedenfalls ernüchternd.

Sicherheitskonzept mit zusätzlichen Pollern stellt die Stadt jetzt vor Probleme

Der Grund: Wählt die Stadt hier die Hochsicherheitsvariante mit den massiven Pollern, dann hat das nicht nur enorme optische, sondern auch funktionelle Auswirkungen: Die Abstände der Poller müssten nämlich sehr eng gesetzt werden, so dass Fahrradfahrer mit einem Anhänger oder Rollstuhlfahrer nicht mehr problemlos passieren könnten.

Hinter vorgehaltener Hand wird das Konzept im Magistrat bereits als "Poller-Wahnsinn" bezeichnet. Insgesamt wiegen die Nachteile sogar so schwer, dass die Stadt laut Infos der "Krone" jetzt eine ganz neue Variante prüfen lässt: Statt der schweren Poller ist jetzt erstmals mobile Lösung im Spiel - etwa in Form von Blumentrögen oder Betonsockel. Der Vorteil wäre hier, dass sich diese Variante unauffälliger in das Stadtbild einfügen würde. Außerdem gibt es mittlerweile auch wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach die besten Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum jene sind, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt.

Abteilung prüft derzeit Varianten

Von Seiten der zuständigen Abteilung heißt es dazu auf Anfrage: "Wir prüfen derzeit noch verschiedene Varianten. Entschieden ist aber noch nichts. "

Anna Dobler, Kronen Zeitung

JEDERMANN IN SALZBURG . . .

. . . ist noch immer geschüttelt bis gerührt, wenn er die Bilder vom Ballhausplatz in Wien sieht. Die linksrotlinksgrüne Prominenz wollte sich einbunkern in ihren Residenzen.

Poller-Koller

Die Aufgrabungen sind gestoppt, nur ein einziger Bürger in der Republik war dafür, der "SN"-Autor Andreas Koller, der auch im "Presserat" sitzt und dort über die tugendhafte Berichterstattung wacht, vergeblich, denn der Hausverstand siegt doch meistens.

Na hoffentlich bekommt er nun keinen Poller-Koller, denn jetzt kommen diese ausfahrbaren Stahlstangen, allerdings stärker, als in der Getreidegasse. Und die Bevölkerung? Wird ihr schon nix passieren

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).