Mo, 23. Oktober 2017

Polizei zückt Waffen

08.09.2017 17:10

Wüste Szenen bei Schlägerei in Tirol

Szenen wie bei "Tatort"-Dreharbeiten haben sich am Donnerstagabend in Tirol abgespielt. Insgesamt sechs Personen waren im Zentrum von Kufstein in Streit geraten, der rasch in eine handfeste Prügelei ausartete ...

Kufstein, Donnerstag, kurz vor 19 Uhr: In der Feldgasse, unmittelbar in der Nähe des Wettlokals WinWin und der beiden Einkaufszentren Kufstein Galerien und Inntalcenter, brausen Polizeiautos mit Blaulicht vor. Zahlreiche Zeugen verfolgen die Szene. Ein dunkler Wagen mit Innsbrucker Kennzeichen wird angehalten, die drei Insassen werden mit gezogenen Pistolen zum Aussteigen und auf den Boden Legen aufgefordert.



Wenig später kommt Verstärkung - denn die Polizeiinspektion ist nur rund 200 Meter Luftlinie vom Tatort entfernt. Das Trio (26, 26 und 27 Jahre alt, allesamt aus Tschetschenien stammend) wird festgenommen und in Handschellen abgeführt.

Wilde Rauferei mitten im Stadtzentrum
Was war passiert? Nur Minuten zuvor, gegen 18.40 Uhr, hatten die drei Tschetschenen in der Kreuzgasse drei Männer mit türkischem Migrationshintergrund (25, 28 und 30 Jahre) niedergeschlagen und verletzt. Ein Augenzeuge zur "Krone": "Es folgten wilde Verfolgungsszenen mitten in Kufstein, die dadurch erschwert wurden, weil einige Straßenbereiche aufgrund der Veranstaltung Night-Shopping bereits gesperrt waren."

Vor den Augen Hunderter Schaulustiger wurden die Tschetschenen schließlich mit gezogenen Pistolen dingfest gemacht und zum nahe gelegenen Polizeiposten abgeführt. Der Augenzeuge weiter zur "Krone": "Wenn man es nicht selbst gesehen hat, glaubt man es nicht. Einer der Verhafteten hat über das ganze Gesicht gelacht, die Polizisten geradezu verhöhnt, als er an mir vorbei abgeführt wurde."

Verdächtiges Trio schweigt
Über die genauen Hintergründe macht die Polizei keine näheren Angaben. So wie auch die drei Tschetschenen. Im kurz gehaltenen Polizeibericht heißt es, "die drei Verdächtigen machten keine Angaben zum Sachverhalt. Sie werden auf freiem Fuß angezeigt."

Claus Meinert, Kronen Zeitung

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