Mi, 22. November 2017

A1-Verfolgungsjagd

03.09.2017 15:32

Betrunkener Russe schleift Felsen 24 km weit mit

24 Kilometer lange Verfolgungsjagd am Samstagabend auf der Westautobahn bei Ansfelden in Oberösterreich - mit einem Felsbrocken unter dem Auflieger: Ein sturzbetrunkener Lkw-Fahrer hatte aufgrund seiner unsicheren Fahrweise die Aufmerksamkeit mehrere Verkehrsteilnehmer und schließlich der Polizei auf sich gezogen. Als der Lkw endlich stoppte und die Beamten die Fahrertür öffneten, stürzte der 25-Jährige den Uniformierten aus der Fahrerkabine auch noch vor die Füße. Er zog sich Verletzungen zu.

Gegen 21 Uhr hatte der junge Russe beim Ausparken auf dem Autobahnparkplatz Ansfelden einen Begrenzungsfelsen gerammt, fuhr jedoch ohne anzuhalten einfach auf die A1 in Richtung Salzburg weiter, und das ohne Fahrzeugbeleuchtung und in Schlangenlinien.



Der gewaltige Gesteinsbrocken hatte sich beim missglückten Ausparkmanöver überdies unter dem Auflieger verkeilt und wurde mitgeschleift.

Mehrere Autofahrer verständigten daraufhin die Exekutive und berichteten von ihrer Sichtung. Eine Streife der Autobahnpolizei holte den Lkw bald darauf ein und forderte den Fahrer mit eingeschaltetem Blaulicht, Folgetonhorn und Anhaltkelle auf, stehen zu bleiben. Der 25-Jährige setzte seine unkontrollierte Fahrt jedoch unbeeindruckt weiter fort, woraufhin Verstärkung gerufen wurde.

Mit Sattelschlepper Polizeiauto gerammt
Plötzlich stieg der 25-jährige Lkw-Lenker aufs Gas und rammte einen Streifenwagen, der daraufhin auf den Grünstreifen schlitterte. Die Polizisten blieben glücklicherweise unverletzt und konnten Augenblicke später die Verfolgung wieder aufnehmen. Mittlerweile pendelte der Laster zwischen Pannen- und drittem Fahrstreifen hin und her, wie es hieß, touchierte dabei mehrmals die betonierten Mittelleitschienen, ehe der Sattelschlepper ins Schleudern geriet und nach insgesamt 24 Kilometern Fahrt schräg auf der Autobahn stehen blieb.

Deutlicher Alkoholgeruch
Als die Polizisten die Fahrerkabine öffneten, kippte der deutlich nach Alkohol riechende Mann direkt vor ihnen vom Sitz auf die Straße. Dabei verletzte sich der 25-jährige Russe, die Beamten leisteten Erste Hilfe. Der Lkw-Fahrer wurde festgenommen, zur weiteren Versorgung aber ins Linzer Uniklinikum gebracht. Ein Alkotest war vorerst nicht möglich.

Schwierig gestaltete sich für die Einsatzkräfte danach die Bergung des unter dem Lkw verkeilten Steins. Ein Spezialbergeunternehmen musste das Schwerfahrzeug anheben, um den Felsbrocken entfernen zu können.

 krone.at
Redaktion
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