Di, 22. Mai 2018

Polizei macht mobil

29.08.2017 14:16

Dienst-iPhones und iPads ab 4. September

Die Polizei macht "mobil": Ab 4. September erhält schrittweise jeder Polizist in Österreich ein Dienst-iPhone, in jeder Polizeiinspektion soll zudem mindestens ein iPad zur Verfügung stehen. Die Vollausstattung soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein, kündigte Innenminister Wolfgang Sobotka am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien an.

In einer ersten Phase soll zunächst ein Drittel der Polizisten bis Ende August 2018 ein iPhone 7 bekommen. Gemeinsam mit den bei Einsätzen nach wie vor als Hauptkommunikationsmittel verwendeten Funkgeräten sollen die mobilen Geräte für einen schnelleren und effizienteren Informationsfluss sorgen. Auch für die Bürger seien die Beamten dann rascher und unkomplizierter erreichbar, heißt es aus dem Innenministerium. Inhalte würden sich zudem einfacher platzieren lassen, die Bevölkerung könne "treffsicher" und verlässlich informiert werden.

Auf den Geräten wird es mobile Anwendungen für die Polizeiarbeit geben, etwa einen dienstlichen Messenger, mit dem Dateien und Fotos versandt werden können. Außerdem gibt es eine App für die mobile Personen- und Fahrzeugkontrolle bzw. Datenbankabfragen. Ab 4. September werden etwa das Zentrale Personenstandsregister sowie das Fremdenregister auf den Mobilgeräten zugänglich sein. Tatort- und Fahndungsfotos sollen per verschlüsselter App in Zukunft rascher und mit weniger dazwischenliegenden Schnittstellen übermittelt werden können.

Private Nutzung erlaubt
Eine private Nutzung der Dienst-iPhones wird den Polizisten explizit erlaubt. Um zu garantieren, dass dienstliche Daten vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt werden, werden Berechtigungen, Benutzerprofile sowie Geräte- und App-Verwaltung zentral gesteuert. Die Übertragung wie auch die Trennung zwischen öffentlichen und dienstlichen Apps erfolgt laut Innenministerium über moderne Verschlüsselungen. Alle mit dienstlichen Apps erzeugten Daten werden auf zentralen Servern des Ministeriums abgelegt und stehen den Beamten auch auf ihrem Büro-Computer zur Verfügung. Auf dem Smartphone dürfen frei Apps installiert werden, am iPad soll es eine "Whitelist" von erlaubten Anwendungen geben.

"Auf der Höhe der Zeit"
Nicht nur bei der Verbrechensbekämpfung, auch in Sachen Kommunikation solle die Polizei auf der Höhe der Zeit sein, konstatierte Sobotka. Die Entscheidung für die Apple-Geräte und das Betriebssystem iOS begründete Generalmajor Jürgen Doleschal mit der bestmöglichen Datensicherheit. Man habe sich während der einjährigen Vorbereitung auf das Projekt zudem an internationalen Beispielen wie den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland orientiert. Um die Sicherheit kümmere sich das Innenministerium, hielt Doleschal fest. Ausschließen könne man etwa Hackerangriffe allerdings nie. Daten würden jedenfalls nicht auf dem Smartphone selbst liegen.

Mit den Apple-Geräten sei auch eine Gesichtsfelderkennung sowie die Aufnahme von biometrischen Daten möglich, betonte Sobotka: "Das ist wichtig für uns und macht unsere Arbeit effizienter." Denn Methoden wie die Gesichtsfelderkennung würden "bei uns auch ein Thema werden", so der Minister. Die Gesamtkosten von 15 bis 20 Millionen Euro seien aus dem Budget finanzierbar.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Spuren der Camorra
Mafia-Kontakte: Drei Stars in Italien angezeigt
Fußball International
Fruchtige Überraschung
Laster wirft Vitaminbomben auf Bergstraße ab
Video Viral
Pellegrini übernimmt
West Ham: Neuer Coach für Marko Arnautovic
Fußball International
„Pause einlegen“
Das plant Ralph Hasenhüttl nach dem Leipzig-Aus
Fußball International
Bereits mit PSG einig
Neuer Klub: Buffon-Wechsel offenbar so gut wie fix
Fußball International

Für den Newsletter anmelden