Fr, 25. Mai 2018

Hunde rauften

29.08.2017 11:09

Drohungen statt Geld für Tierarzt: Gerichtsprozess

"Zusammengekracht" sind nicht nur zwei Hunde bei der nächtlichen Gassi-Runde, sondern auch deren Besitzer. Weil es nämlich für die Begleichung der Tierarztrechnung für Wuff A ging, die das Herrchen von Wuff B nicht nur negierte, sondern mit äußerst harschen SMS an das Frauchen von Wuff A erwiderte. Also Prozess.

"Lass es stehen, Mädchen, sonst könnte dir einmal was Grausliches passieren?" "Für eine etwaige Anzeige blutet wer." "Zahl dir die peinliche Tierarztrechnung selbst, sonst scheppert’s!" Anwalt Leo Kregcjk sagt "milieubedingte Unmutsäußerung" dazu, der Staatsanwalt gefährliche Drohung und Nötigung. Und Herr Rat in St. Pölten hat nur eine wiederkehrende Frage an den Angeklagten: "Was bitte wollen Sie damit sagen beziehungsweise erreichen?"

Droh-SMS wegen 300 Euro Tierarztkosten
Da kommen dann Antworten des Herrn Diplomingenieurs wie "sinnloses Geschimpfe" und Zerknirschtheit Richtung Frauchen von Wuff A. Die immerhin auf 300 Euro Tierarztkosten für eine angebissene Pfote ihres Vierbeiners bislang sitzen blieb. Die ersten SMS übrigens ignorierte sie noch, "dann wurde der Ton schärfer und schärfer". Und sie ängstlicher bei den Gassi-Runden im Wienerwald bei Purkersdorf.

Halter muss Geldstrafe und Tierarzt bezahlen
Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte formvollendet, was der Richter mit Diversion quittierte: 2650 Euro Geldstrafe inklusive Gerichtskosten plus 300 Euro für den Tierarzt.

Gabriela Gödel, Kronen Zeitung

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