Do, 24. Mai 2018

Notstand ausgerufen

26.08.2017 10:36

Hurrikan "Harvey" fegte mit 215 km/h über Texas

Mit heftigen Winden und peitschenden Regenfällen hat Hurrikan "Harvey" die Küste des US-Bundesstaates Texas erreicht. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) warnte vor möglicherweise "katastrophalen" Überschwemmungen und stufte den Wirbelsturm am Freitag auf die zweithöchste Kategorie herauf. Präsident Donald Trump rief auf Bitte des texanischen Gouverneurs Greg Abbott den Notstand für Texas aus.

Nach Angaben des NHC erreichte "Harvey" am Freitagabend um 22 Uhr (Ortszeit, 5 Uhr MESZ) nahe der Stadt Rockport die US-Golfküste. Zuvor hatte das NHC den Wirbelsturm auf die vierte von fünf Hurrikan-Kategorien heraufgestuft; "Harvey" erreiche Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern.

Dramatische Erinnerungen an "Katrina"
"Harvey" könnte der schwerste Sturm in den USA seit dem Hurrikan "Katrina" werden, bei dem im Jahr 2005 mehr als 1800 Menschen ums Leben gekommen waren. Gouverneur Abbott befürchtete "Rekord-Überschwemmungen in mehreren Regionen".

Hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht
Am Freitag waren Hunderttausende Menschen vor dem Hurrikan in Sicherheit gebracht worden. Mehrere Gemeinden in Texas riefen die Anrainer auf, ihre Häuser zu verlassen. Auch Ölplattformen im Golf von Mexiko wurden geräumt. In der Hafenstadt Corpus Christi, einem wichtigen Knotenpunkt für die US-Ölindustrie, wurde der Flughafen evakuiert. Das NHC warnte vor der "vollständigen Zerstörung mobiler Häuser" und kündigte an, dass einige Gebiete "für Wochen oder Monate unbewohnbar" sein könnten.

Trump rief Notstand aus
Trump rief am Freitag den Notstand für Texas aus. Dies werde die "gesamte Kraft der Regierungshilfe" freisetzen, schrieb Trump von Camp David aus auf Twitter. Abbott hatte Trump zuvor um die Ausrufung des Notstands gebeten. Dadurch können Bundesmittel zur Behebung der zu erwartenden Sturmschäden freigegeben werden. Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders kündigte zudem an, der Präsident werde Anfang kommender Woche nach Texas reisen.

Auch für den benachbarten Bundesstaat Louisiana wird heftiger Regen durch "Harvey" erwartet. Sorgen gibt es vor allem in New Orleans, dem Zentrum der "Katrina"-Katastrophe vor zwölf Jahren. Der Bürgermeister der Großstadt, Mitch Landrieu, erklärte, Rettungsfahrzeuge und Boote stünden bereit. Evakuierungen waren in New Orleans zunächst nicht vorgesehen.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden