So, 17. Dezember 2017

Frau aus NÖ verletzt

08.08.2017 16:55

Haiangriff auf Urlauberin in Ägypten - das Video

Panik und Todesangst in Ägypten: Eine Urlauberin hat mit ihrem Handy die dramatischen Szenen nach einem Haiangriff auf eine Gruppe Schnorchler im Roten Meer gefilmt und das Material krone.at zur Verfügung gestellt. Wie berichtet, war bei der Attacke durch den Raubfisch in Port Ghalib eine junge Niederösterreicherin schwer verletzt worden. Sie befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Die Schnorchler waren rund 50 Meter weit in die Hafeneinfahrt von Port Ghalib hinausgeschwommen, um Delfine zu beobachten. Doch die bis zu 60 Ausflugsschiffe, die täglich diese Engstelle passieren, locken offensichtlich auch größere Haie an, die sich sonst Dutzende Kilometer weiter vor der Küste aufhalten.

"Haie haben gelernt, Schiffen zu folgen"
"Haie haben gelernt, den Schiffen zu folgen, weil die über Bord geworfenen Küchenabfälle ihre Beute ködern", erklärt Biologe Michael Mitic vom Haus des Meeres in Wien.

Und so tauchte mitten unter den Touristen plötzlich ein Weißspitzen-Hochseehai auf - das Handyvideo zeigt die dramatischen Minuten unmittelbar nach dem Angriff: Vom Steg ertönen Schreie und Alarmpfiffe. In Angst schwimmen die meisten Urlauber sofort zurück, Rettungsringe werden ins Wasser geworfen, während der Hai seine Runden dreht.

"Er wollte nur wissen, was sich da tut"
Der Testbiss des Meeresräubers hat eine tiefe Wunde an der Hüfte des Opfers hinterlassen. Mitic: "Er ließ alle anderen Schnorchler unbehelligt, wollte nur wissen, was sich da tut."

Seit Montagabend liegt die 20-Jährige, die inzwischen in die Heimat geflogen wurde, auf der Uniklinik in Linz. Sie wird nach Informationen der "Krone" noch mehrere Operationen über sich ergehen lassen müssen. In ersten Berichten war bereits von einer Notoperation in Ägypten die Rede gewesen - Lebensgefahr soll aber nie bestanden haben.

"Sie ist sehr tapfer"
"Trotz des Schocks und der erlittenen schweren Verletzungen geht es meiner Freundin den Umständen entsprechend gut. Sie ist sehr tapfer", berichtete eine Freundin des Opfers. Eine zufällig anwesende Ärztin aus Österreich hatte die 20-Jährige noch am Strand beim Hotel Palace Port Ghalib erstversorgt.

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