Mo, 23. April 2018

Bergung in Köln

30.07.2017 20:26

Gondel steckte fest: Über 70 Fahrgäste gefangen

In der deutschen Stadt Köln hat sich am Sonntag ein verhängnisvoller Defekt in einer Seilbahn ereignet. Über 70 Fahrgäste saßen in ihren Gondeln fest und mussten von der Feuerwehr in stundenlanger Kleinstarbeit gerettet werden. Ein Großteil der 32 Kabinen befand sich oberhalb des Rhein-Flusses. Die in diesen Kabinen gefangenen Personen wurden auf ein Feuerwehrschiff abgeseilt. Ein Mann und eine schwangere Frau wurden leicht verletzt, sie hatten Kreislaufprobleme.

Kurz vor 21 Uhr wurde die Rettungsaktion mit mehr als 100 Feuerwehrleuten und Höhenrettern für beendet erklärt. Es sei deutlich früher als befürchtet gelungen, "die über 70 festsitzenden Passagiere wieder ans Ufer und auf den Boden zu bringen", teilte die Stadt Köln mit. "So etwas ist noch nie passiert", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Im Oktober 2014 war es zwar bei starkem Wind zu einem Notfall an der Seilbahn gekommen. Damals musste aber nur eine Familie aus einer Gondel gerettet werden - Eltern und Kinder wurden damals auf ein Boot abgeseilt. Auch diesmal musste dieser Rettungsweg gewählt werden.

Applaus für Rettungskräfte
Bei der spektakulären Rettung am Sonntag bekamen die Rettungskräfte hundertfachen Applaus: Als eine Mutter mit ihrem Kind aus einer Gondel auf ein Feuerwehrschiff abgeseilt wurde und beide sicher ankamen, applaudierten Zuschauer am Rheinufer spontan. Hunderte verfolgten das Geschehen von dort aus.

Bürgermeisterin sprach Betroffenen vor Ort Mut zu
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach den betroffenen Fahrgästen Mut zu. "Ich denke natürlich an die Menschen, die in den Kabinen sind", sagte Reker, die sich vor Ort ein Bild von der Situation machte. Reker äußerte ihre Zuversicht, dass der Einsatz letztlich gut ausgehe. "Bei der Feuerwehr Köln sind sie in besten Händen." Sie sei froh, dass die Menschen hinterher psychologische Hilfe und Betreuung bekämen.

Laut einer Mitteilung der Stadt Köln hatte eine Gondel der Seilbahn beim Einfahren in die linksrheinische Bodenstation einen Not-Stopp ausgelöst, der dafür da ist, Schlimmeres zu verhindern. Zur eigentlichen Ursache des Notfalls ist noch nichts bekannt.

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