Do, 18. Jänner 2018

60 Millionen Euro

21.07.2017 14:34

Im Slalom durch das Baustellen-Chaos

Baustellen so weit das Auge reicht: Für sämtliche Verkehrsteilnehmer ist der Baustellen-Slalom in Innsbruck sehr nervenaufreibend. In Regionalbahn, Haus der Musik, Kanalsanierung, Fernwärme etc. werden allein in diesem Jahr stolze 60 Millionen Euro investiert.

Sommerzeit ist Baustellenzeit - und zwar von Jahr zu Jahr aufs Neue. Woran das liegt, weiß Herbert Köfler, Baustellenkoordinator der Stadt Innsbruck: "Zwischen Dezember und März wird von keiner Baufirma Asphalt produziert, weil es die kalten Temperaturen einfach nicht zulassen. Somit bleibt uns nichts anders übrig, als die Arbeiten im Sommer durchzuführen."

Rund 20 Großbaustellen zahren an den Nerven

Und auch in diesem Jahr geht es in der Landeshauptstadt ordentlich zur Sache. Um die 20 Großbaustellen zehren derzeit an den Nerven von zahlreichen Verkehrsteilnehmern. Hinzu kommen etliche kleine Baustellen. Die Folge davon sind oft endlos lange Staus. Doch im Vergleich zu den vorherigen Jahren ist die Situation im Stadtinneren erträglicher, zumindest wenn es nach dem Baustellenkoordinator geht: "Der Bau der Regionalbahn hat sich in der Zwischenzeit an den Stadtrand verlagert. Gewerkelt wird nun fleißig im Bereich der Technik im Westen sowie in der Reichenau und im O-Dorf im Osten."

Strom, Wasser, Gas, Internet, Fernwärme & Co.

Neben der Regionalbahn liegt der Fokus auch auf der Erneuerung der städtischen Infrastruktur. Dazu zählen zum Beispiel Kanalarbeiten und die Verlegung von Strom-, Wasser-, Gas-, Internet- und Fernwärmeleitungen sowie der Neubau von Straßen- und Radwegen, Brückeninstandhaltungen und Hochwasserschutz. Hier sind die Hotspots in der Amraserstraße und der Riedgasse, am Innrain bis hin zur Klinik-Kreuzung, am Rennweg (Haus der Musik) bis zur Universtätsstraße sowie am ohnehin schon verkehrsanfälligen Südring.

Einige Großprojekte sind Ende des Jahres fertig

Und ab wann ist für die Verkehrsteilnehmer das Schlimmste überstanden? "Jede einzelne Baustelle ist grundsätzlich mit den Technikern abgestimmt und auch zeitlich eingegrenzt. Einige Großprojekte können wir schon mit Ende des Jahres abschließen", sagt Köfler. So sind etwa die Bauarbeiten der Regionalbahn im Westen im Herbst fertig. Auch die Riedgasse ist ab dem 8. Dezember wieder befahrbar - jedoch nur für drei Monate, dann geht es bis Ende 2018 eifrig weiter. Zudem werden die Arbeiten an der Grenobler Brücke sowie der Straßenbahnbrücke im Herbst abgeschlossen. Außerdem gehen die Leitungsumlegungen für die Regionalbahn im Osten heuer ins Finale. "Die endgültige Fertigstellung der Regionalbahn in diesem Bereich erfolgt allerdings erst Ende 2018", informiert Köfler.

60 Millionen Euro und an die 600 Arbeitsplätze

Stolze 60 Millionen Euro investieren IKB, IVB, Tigas und das Amt Tiefbau der Stadt Innsbruck allein in diesem Jahr. Das entspreche in etwa 600 Arbeitsplätzen.

Jasmin Steiner und Hubert Rauth, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden