Mi, 13. Dezember 2017

Leiche im Bach

15.07.2017 13:32

Rätsel um mysteriösen Tod von Diplomatentochter

Der angebliche Selbstmord einer 61-jährigen Diplomatentochter aus Salzburg im Dezember 2016 wird jetzt neu untersucht: Derzeit gehen die Ermittler von fahrlässiger Tötung durch einen unbekannten Täter aus. Die Leiche der Frau, die in einem Bach in der Stadt Salzburg gefunden worden war, weist Spuren am Kopf und Hals auf, die ein Fremdverschulden nicht ausschließen lassen.

Die Tote war am 9. Dezember im Mühlbach im Salzburger Stadtteil Liefering entdeckt worden. Dem Obduktionsergebnis zufolge ist die Frau ertrunken. Im Rahmen der gerichtsmedizinischen Untersuchung wurden allerdings am Kopf und Hals Verletzungen festgestellt. Die Wunden am Hals stammen laut Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Fischer, nicht zweifelsfrei von einem Sturz. Die Einblutungen in der Halsmuskulatur konnten die Gerichtsmediziner nicht einem Ertrinken zuordnen. Die Frau könnte auch gewürgt worden sein.

Schwester zweifelt an Selbstmord
Laut der Tageszeitung "Kurier" glaubt die Schwester der Verstorbenen nicht, dass sich die Tänzerin das Leben genommen hat. Ihrer Schwester sei mit einem spitzen Gegenstand auf die linke Seite des Kopfes geschlagen worden. Dann sei sie auf die rechte Schläfe gefallen, gewürgt worden und widerstandslos ertrunken, so die Angehörige.

Um das Rätsel zu lösen, wurde ein umfangreiches Ergänzungsgutachten in Auftrag gegeben. Laut Staatsanwaltschaft sei derzeit noch einiges unklar. Die Verletzungsspuren könnten von einem epileptischen Anfall oder einem Sturz stammen, die Frau könnte aber auch gewürgt worden sein. Einem toxikologischen Gutachten zufolge war die 61-Jährige zum Todeszeitpunkt weder alkoholisiert noch hatte sie Drogen konsumiert. Festgestellt wurden lediglich Spuren eines Schmerzmittels.

Lebengefährte meldete 61-Jährige als vermisst
Bevor die Leiche der Salzburgerin entdeckt wurde, hatte ihr Lebensgefährte eine Vermisstenmeldung aufgegeben. Er erklärte gegenüber der Polizei, dass er sie zuletzt um 23 Uhr in der Todesnacht gesehen habe. Die Mutter des Lebensgefährten wiederum erzählte, dass die 61-Jährige mit einer schweren Osteoporose zu kämpfen hatte. Wenige Stunden vor ihrem mutmaßlichen Suizid soll die 61-Jährige aber noch eine Einladungsliste für ein Weihnachtsfest geschrieben haben, heißt es in dem Medienbericht.

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Redaktion
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