Mi, 22. November 2017

Prozess in Wien

06.07.2017 07:14

Freundin und Sohn getötet: Ex-Polizist vor Gericht

Der grausame Fall hatte im Oktober des Vorjahres für Schlagzeilen gesorgt: Erst soll ein 24-Jähriger aus Wien - damals noch als Polizist tätig - seine schwangere Freundin kaltblütig erschossen, tags darauf seinen erst 22 Monate alten Sohn erwürgt haben. Die perfide Tat dürfte von dem 24-Jährigen von langer Hand geplant worden sein, wurde vom Beschuldigten zunächst sogar vertuscht. Heute steht der Mann wegen zweifachen Mordes vor Gericht. Daniel L. drohen zehn bis 20 Jahre oder sogar lebenslange Haft.

Das Motiv für den Doppelmord? Wie der Angeklagte im Ermittlungsverfahren angegeben hatte, sei er in der Beziehung zu seiner Freundin Claudia "todunglücklich" gewesen, habe bereits seit Längerem ein Doppelleben geführt und sich mit einer anderen Frau getroffen.

Affäre aus dem Netz
Nach dem Umzug des Paares nach Wien soll sich die 25-jährige Claudia allein gefühlt und von dem Angeklagten mehr Aufmerksamkeit gefordert haben. Der allerdings habe das zunehmend als "anstrengend" empfunden und nur einen Tag, nachdem die junge Frau nach Kärnten gefahren war, im Internet nach Single-Frauen gesucht - und wurde fündig. Gegenüber der neuen Angebeteten - einer alleinerziehenden Mutter - erklärte er, sich längst von Claudia getrennt zu haben. Die beiden trafen sich daraufhin regelmäßig, auch noch, als die 25-Jährige schwanger wurde.

Als diese später wieder nach Wien kam, entdeckte sie Hinweise auf eine Geliebte und stellte den 24-jährigen Daniel L. zur Rede. Der jedoch stritt alles ab und tischte offenbar beiden Frauen Lügen auf.

Mordmethoden im Internet recherchiert
Schließlich begann der Beschuldigte, im Internet nach Mordmethoden zu suchen, ehe er Anfang Oktober nachts seine Freundin im Bett erschoss. Am nächsten Tag soll der 24-Jährige sogar noch mit seiner Affäre, deren Kindern und seinem eigenen kleinen Sohn Noah auf einen Indoor-Spielplatz gegangen sein, ehe er den 22 Monate alten Bub am Morgen nach dem Ausflug erwürgte.

Im Anschluss daran versuchte der Angeklagte, die Tat zunächst zu vertuschen, sprach davon, dass die 25-Jährige mit dem Sohn aus der Wohnung spurlos verschwunden sei, schickte zudem falsche SMS an Claudias Eltern und schaffte die Leichen in die Steiermark. Am 7. Oktober schließlich gestand Daniel L. die grausame Tat.

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