Fr, 19. Jänner 2018

D: Skurriler Vorfall

03.07.2017 09:47

Schlechter Witz macht Bürgermeisterwahl ungültig

Wegen eines schlechten Witzes muss im deutschen Bad Karlshafen der Bürgermeister nochmal gewählt werden. Der Kandidat Marcus Dittrich hatte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einer Stimme durchgesetzt. Doch weil ein Wähler seinen Stimmzettel aufgrund eines schlechten Scherzes unterschrieben hatte, müssen 1000 Menschen nun erneut zur Wahlurne schreiten.

Zwei parteilose Kandidaten traten bei der Wahl im Mai an. Ein sollte ein sehr knappes Kopf-an-Kopf-Rennen werden.

Die Stichwahl ging schließlich mit 932 zu 931 Stimmen sehr knapp aus. Dem vermeintlichen Bürgermeister wurde schon sozialen Medien schon gratuliert.

Doch zu früh gefreut - der Fehler eines Wahlhelfersführte dazu, dass bereits kurz nach der Auszählung Einspruch erhoben wurde. Ein Wähler hatte in Wahlkabine gefragt, ob er denn den Stimmzettel unterschreiben soll. Der Wahlvorstand glaubte, dass sich es dabei um einen Scherz handelte - und fasste es als Scherz auf - und bejahte die Frage. Der Wähler folgte schließlich der Empfehlung und signierte seinen Stimmzettel. Dieser wurde dadurch allerdings ungültig.

Neuwahl wird bis zu 3000 Euro kosten
Nach der Auszählung haben der Pechvogel und die unterlegene Kandidatin sofort Einspruch erhoben und auch Recht bekommen. Der Bürger sei aus Versehen getäuscht worden. Der ganze betroffene Stadtteil wird nun erneut zur Stimmabgabe gebeten. Vor November ist nicht mit einem neuen Termin zu rechnen. "Im ersten Moment, als ich das gehört habe, habe ich mir gedacht, das kann doch wohl nicht wahr sein", erzählt Beinahe-Bürgermeister Marcus Dittrich gegenüber NTV. Bis zu 3000 Euro Kosten wird die Neuwahl der Gemeinde kosten.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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