Di, 21. November 2017

VdB-Besuch in Prag

27.06.2017 15:20

Eine heikle Staatsvisite bei Tschechiens Zeman

Heikle Visite auf der Prager Burg, aber das ist in den Beziehungen beider Ländern fast schon die Regel: Als den letzten großen Nachbarstaat hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Dienstag seinen Antrittsbesuch bei seinem tschechischen Amtskollegen Milos Zeman absolviert, der für seinen unkonventionellen Stil bekannt ist.

So hatte Zeman im Vorjahr im österreichischen Wahlkampf als einziges Staatsoberhaupt demonstrativ den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer empfangen (Bild unten) - mit der Bemerkung: "Ich mag die Grünen nicht."

Erwartungsgemäß ging die jetzige Begegnung nicht ohne freundliche (?) Sticheleien über die Bühne. Van der Bellen: "Verwandte sind nicht immer beste Freunde." Zumindest darin war mach sich aber einig: "Wir sind beide 1944 geboren und Raucher", so Van der Bellen.

Bei Atomkraft "einig, nicht einig zu sein"
Keine Einigkeit gab es wie erwartet zur Atomkraft: "Wir sind einig, nicht einig zu sein." Zeman warf Österreich vor, aus einer privilegierten Position heraus zu kritisieren: "Wir haben keine Alpenflüsse." Die mangelnden Verkehrsverbindungen beklagten beide.

Kronen Zeitung

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