Mo, 23. Oktober 2017

Schwerpunktaktion

19.06.2017 16:18

Polizei auf der Lauer: 784 rasende Biker gestoppt!

Sonne pur, Temperaturen um die 30 Grad - das verlängerte Fronleichnams-Wochenende lockte nicht nur Tausende Tiroler in die Freibäder, sondern auch viele Motorradfahrer auf die Straße. Die Polizei nahm daher die Zweiradfahrer genau unter die Lupe. Bilanz: Nur am Samstag waren in Tirol 784 Biker zu schnell unterwegs.

Die Motorradsaison ist zwar noch relativ jung, hat allerdings schon zahlreiche schwere Unfälle gebracht. Ein 37-jähriger Italiener (siehe Bericht unten rechts) ist in diesem Jahr bereits der dritte Biker, der auf Tirols Straßen tödlich verunglückte (im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt vier).

Tausende Motorradfahrer unterwegs

"Nicht angepasste Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, zu geringer Abstand zum Vorausfahrzeug, Unachtsamkeit und Fahrfehler sind die häufigsten Unfallursachen", weiß Tirols oberster Verkehrspolizist, Markus Widmann. Nicht zuletzt aus diesen Gründen legte sich die Exekutive am Samstag in Tirol, Bayern, Südtirol und den benachbarten Bundesländern Vorarlberg, Kärnten und Salzburg auf die Lauer vor allem nach rasenden Motorradfahrern. Und die Polizei hatte einiges zu tun, denn Tausende nutzten das schöne Wetter für einen Ausflug.

Allein in Tirol wurden 996 Motorradfahrer aus dem Verkehr gefischt. "784 davon waren zu schnell unterwegs", erklärt Widmann. "Die anderen Delikte waren etwa das Überfahren von Sperrlinien, das Missachten von Überholverboten oder das Kurvenschneiden."

Nur ein Mopedunfall am Samstag

Erfreulich: Bis auf einen Mopedunfall in Imst mit einer leichten Verletzung war am Samstag im ganzen Land kein einziger Motorradunfall zu beklagen. Wohl auch ein kleiner Grund für die ernüchternde Bilanz mit den vielen abgestraften Bikern. "Da keine Unfälle aufzunehmen waren, konnten sich die Beamten voll auf den Überwachungseinsatz konzentrieren", meint Widmann. Länderübergreifend gab es übrigens 1412 Beanstandungen.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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