Sa, 18. November 2017

„Zu wenig Strafen“

17.06.2017 16:55

Wiener Parksheriffs sind wieder alleine unterwegs

Lang hielt die Doppel-Streife ja nicht. Weil Wiens Parksheriffs immer wieder Opfer von Gewalt wurden, kam die Anweisung: Die Weißkappler sind nur noch zu zweit unterwegs! "Das ist schon wieder Geschichte", packt nun ein Beamter aus. Der Grund: "Wir haben zu wenig Strafen geschrieben."

Wiens Parksündern wird es bereits aufgefallen sein; die "Sheriffs" ziehen wieder solo durch die Stadt. Ein Weißkappler, der anonym bleiben möchte, erklärt auch, warum: "Einerseits haben wir eben zu wenig eingebracht, weil sich immer nur zwei Kollegen auf eine Zone konzentrieren konnten", erklärt er.

Andererseits würden Beamte, die sich nur noch zu zweit auf die Straße trauen, signalisieren: Wien ist gefährlich! "Dieser Eindruck soll vermieden werden", so der Mitarbeiter.

Abwehrtraining und Anti-Eskalationsschulung
Offiziell geht es natürlich nicht ums Geld: "Wie bei Polizisten im Fußstreifendienst auch, ist vorgesehen, dass die Organe der Parkraumüberwachung ihren Dienst alleine durchführen", erklärt Oberstleutnant Daniela Tunst von der Polizei. "Um auf Übergriffe besser vorbereitet zu sein oder diese überhaupt zu verhindern, wurde nun für die Beamten ein Abwehrtraining und eine Anti-Eskalationsschulung eingeführt." Das Seminar dauert acht Stunden.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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