Mo, 18. Dezember 2017

Plus 36% in 8 Jahren

17.06.2017 15:33

Mietwohnungen in Wien bald nicht mehr leistbar

Der private Wohnsektor in Wien wird zur absoluten Luxus-Zone! Neue Zahlen der Arbeiterkammer beweisen: Die Mieten und die Betriebskosten stiegen in den vergangenen Jahren rasant an - alleine die Mieten innerhalb von acht Jahren um 36 Prozent! Gerade viele Junge können sich ein Eigenheim in der Stadt nicht leisten.

Wer gerne viel Geld für so gut wie keinen Wohnraum ausgibt, der ist in Wien genau richtig (siehe Bericht unten). Private Wohnungen sind in Wien bald nur noch etwas für Bestverdiener mit Top-Jobs. Die Wiener Arbeiterkammer hat genau errechnet, wie die Mieten angestiegen sind. Alle Fakten:

  • Betrugen die Bruttomieten im Jahr 2007/2008 noch durchschnittlich 8,14 Euro pro Quadratmeter, waren es 2015/2016 bereits 11,07 Euro. Ein Plus von fast 36 Prozent!
  • Bei den Nettomieten stiegen die Kosten von 6,05 Euro pro Quadratmeter (2007/2008) auf 8,67 Euro 2016/2016.
  • Auch die Betriebskosten wurden freilich nicht weniger. Zum Vergleich: Sie stiegen von durchschnittlich 2,09 Euro (wieder 2007/2008) auf 2,39 Euro (2015/2016). Das aber zeigt: Der Hauptmietzins treibt die Mieten in die Höhe, nicht die Betriebskosten.

Wichtige Aufgaben für neue Regierung
"Junge Familien und einkommensschwache Menschen geben fürs Wohnen fast 40 Prozent ihres Einkommens aus. Das sind Kosten, denen man nicht ausweichen kann", erklärt Arbeiterkammerpräsident Rudi Kaske. "Ein neues Mietrecht wird sich wohl jetzt nicht mehr ausgehen, obwohl es mehr als nötig wäre. Die neue Regierung muss jedenfalls ein einheitliches, einfaches und transparentes Mietrecht mit tauglichen Mietobergrenzen ganz oben auf ihre Agenda schreiben."

Weg mit Provisionen!
Zu den Mieten kommt aber noch die Maklerprovision. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung können schon einmal Startkosten von insgesamt 4800 Euro anfallen. Eine der Arbeiterkammer-Forderungen: Weg mit dieser Provision.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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