Mi, 13. Dezember 2017

Sexismus in der SPÖ

30.05.2017 09:25

Leser: "Bei der FPÖ wäre so etwas UNTRAGBAR ..."

Ein sexistisches Facebook-Posting des Wiener SPÖ-Bezirksrats Götz Schrage hatte - wie berichtet - für große Aufregung gesorgt, sogar der Rücktritt wurde Schrage danach seitens des Parteipräsidiums nahegelegt. Mittlerweile steht allerdings fest, dass ihn die SPÖ Neubau mit einem blauen Auge davonkommen lässt, wie die Partei am späten Montagabend mitteilte. Die richtige Entscheidung? Viele krone.at-User haben ihre Wahl bereits getroffen.

Mit "jungen Damen der ÖVP Innere Stadt der frühen 80er-Jahre, die mit mir schliefen", hatte Schrage die neue ÖVP-Geschäftsführerin Elisabeth Köstinger verglichen. Lange ließen die Reaktionen darauf nicht auf sich warten, der Vorwurf des Sexismus stand rasch im Raum. Mit Spannung wurde daher die Entscheidung der SPÖ am Montag erwartet: Muss Schrage gehen oder darf er bleiben?

"Wir wollen Schrage eine zweite Chance geben", hieß es dann am späten Abend seitens der SPÖ Neubau. Man beließ es bei einer "Verwarnung" und wolle Schrage so die Möglichkeit geben, "sein soziales Engagement als Bezirksrat fortsetzen zu können", ließ Andrea Kuntzl, Vorsitzende der Bezirksfraktion, wissen.

Eine Entscheidung, die einem großen Teil der krone.at-Leserschaft sauer aufstößt, wie sich zeigt. "Das tägliche Kasperltheater gib uns heute. Nimmt die Genossen wirklich noch einer ernst?", fragt User dani1964. Ins selbe Horn stößt auch Leser Legatus: "Typisch SPÖ: beim Austeilen hui, bei den Konsequenzen pfui!" Straniera gibt sich über den Ausgang der Posting-Causa wenig überrascht: "Doch klar, eine Krähe hackt doch der anderen kein Auge aus." Auch iro-nimus teilt die Meinung: "'Es ist eine Entscheidung mit Augenmaß' ... jaja, das 'Augenmaß', das leider in letzter Zeit immer öfter in ein schlechtes Licht gerät. Dass sich DIESE Partei nicht von SOLCHEN Leuten trennt, überrascht wenig."

Viele Leser sehen durch die Entscheidung das Image, ja auch die Glaubwürdigkeit der SPÖ schwer angekratzt: "Ein weiterer Sargnagel für die SPÖ", ortet etwa FrancoisVillon. Und User tripleA80 meint: "Diese Partei verteidigt und unterstützt Frauenrechte? Sehr glaubwürdig!"

Auch werden Meinungen laut, dass in so einem Fall bei anderen Parteien weitaus drastischere Maßnahmen gefordert worden wären: So schreibt etwa User 535280: "Wehe das hätten die anderen alle gemacht ..." "Bei der FPÖ wäre so etwas UNTRAGBAR ...", meint strasbourger. Ähnlich sieht das auch Leser mich-schaudert: "'Wir wollen Götz Schrage eine zweite Chance geben.' .... Ist doch klar, jeder hat eine zweite Chance verdient ... man muss allerdings bei der richtigen Partei sein. Bei anderen wäre das Geschrei nach Rücktritt wohl fürchterlich gewesen."

Den Grund für das folgenschwere Facebook-Posting will User epilog gefunden haben: "Dieses Posting wirkt wie das eines unreifen Menschen und lässt auf eine nach Anerkennung heischende Persönlichkeit schließen." Für ihn gebe es jedenfalls Rätsel auf, "wieso so einer Person die Aufgabe eines Bezirksrates zufallen kann".

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Redaktion
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