So, 17. Dezember 2017

Manchester-Anschlag

25.05.2017 15:31

Obdachloser Helfer wird nun mit Wohnung belohnt

Er half, als die Hölle über Manchester hereinbrach, eilte selbstlos den Opfern des Terroranschlags zu Hilfe, versorgte Wunden, sprach Mut zu, tröstete - und bekommt dafür nun ein ganz besonderes Geschenk. Der Obdachlose Stephen Jones - einer von zahlreichen Helfern am Montagabend - soll nun für seinen heldenmutigen Einsatz entlohnt werden: Der Miteigentümer des Londoner Premier-League-Clubs West Ham United will dem Mann für ein halbes Jahr eine Wohnung finanzieren, auch ein Jobangebot soll der Mann bereits erhalten haben.

"Nur weil ich obdachlos bin, heißt das nicht, dass ich kein Herz habe"
"Nur weil ich obdachlos bin, heißt das nicht, dass ich kein Herz habe oder kein Mensch mehr bin", erklärte Jones im Interview mit ITV News. Es sei einfach ein Instinkt gewesen, hinzugehen und zu helfen. "Und es waren noch dazu Kinder, viele Kinder, die blutüberströmt waren, weinten und schrien", so der Obdachlose weiter. "Sie brauchten Hilfe, und ich möchte auch weiterhin glauben, dass man mir helfen würde, wenn ich selbst Hilfe brauche", so Jones.

Schon 30.000 Pfund für den Helden
Und tatsächlich zeigten sich zahlreiche Menschen beeindruckt von der Selbstlosigkeit des obdachlosen Mannes, sodass eine Spendenaktion auf der Crowdfunding-Seite "Just Giving" ins Leben gerufen wurde. Dort sind mittlerweile schon knapp 30.000 Pfund (rund 35.000 Euro) an Spenden für Jones eingegangen - doch das ist noch längst nicht alles.

David Sullivan, Miteigentümer des Londoner Premier-League-Clubs West Ham United, und sein Sohn Dave wurden aufgrund der zahlreichen Medienberichte auf den Obdachlosen aufmerksam und zeigten sich von seiner Hilfsbereitschaft beeindruckt und gerührt - so sehr, dass die beiden dem Mann nun für ein halbes Jahr eine Wohnung finanzieren wollen, wie der Fußballverein am Mittwochabend auf seiner Internetseite mitteilte.

"Waren von seiner Geschichte berührt"
"Steve war nur einer von Hunderten Menschen, die nicht an ihre eigene Sicherheit gedacht haben, sondern anderen zu Hilfe geeilt sind. Wir waren beide von seiner Geschichte berührt", sagte Vater Sullivan. Sein Sohn hatte Jones mittels Twitter ausfindig gemacht. Die beiden Männer wollen den Obdachlosen auch bei der Suche nach einer Arbeit unterstützen, ein Angebot soll es bereits geben.

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