Sa, 16. Dezember 2017

Mutmaßlicher Dieb

24.05.2017 09:05

Flucht durch Sprung in Ötztaler Ache

Ein mutmaßlicher Dieseldieb konnte in der Nacht auf Dienstag in Längenfeld der Polizei durch einen Sprung in die eiskalte Ötztaler Ache entkommen! Der Unbekannte, der mit einem Kanister herumspazierte, hatte zuvor die Flucht ergriffen, weil ihn eine Streife kontrollieren wollte. Eine Suchaktion wurde abgebrochen.

Montag, gegen 23.15 Uhr in Längenfeld: Im Bereich der nördlichen Achbrücke geriet ein Fußgänger mit einem blauen Benzinkanister ins Visier der Polizei. Nachdem sich die Streife dem Mann genähert hatte, bekam es dieser plötzlich ganz eilig. "Er hat sich offenbar ertappt gefühlt und ist geflüchtet", heißt es von Seiten der Polizei. Der Unbekannte lief in Richtung Ötztaler Ache, die Beamten nahmen auch sofort die Verfolgung auf - nach kurzer Zeit haben sie den Flüchtigen jedoch aus den Augen verloren.

Große Suchaktion ergebnislos abgebrochen

"Wir gehen davon aus, dass der Mann in die Ache gesprungen ist. Womöglich hat er es dann geschafft, diese zu durchqueren, die Ache ist in diesem Bereich nicht sehr reißend", schilderte ein Beamter am Dienstag im "Krone"-Gespräch. Nichtsdestotrotz mussten die Polizisten in der Nacht davon ausgehen, dass dem Mann etwas zugestoßen ist. Sofort wurde eine große Suchaktion mit Kräften von Polizei, Feuerwehr und Wasserrettung in die Wege geleitet. Dienstag Vormittag wurde diese dann ergebnislos abgebrochen. "Es konnte niemand gefunden werden. Derzeit liegt auch keine Vermisstenanzeige vor", erklärt der Beamte weiter.

Weiteren Kanister samt Absaugschlauch gefunden

Noch während des Einsatzes hatte die Polizei bemerkt, dass auf einem Parkplatz im Bereich Huben von einem Traktor offenbar Diesel abgezapft worden ist. Zudem konnten die Beamten einen Kanister samt Absaugschlauch sicherstellen. Ob der Flüchtige damit etwas zu tun hat, ist derzeit - zumindest offiziell - noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Verdacht liege aber nahe.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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