Fr, 17. November 2017

Original-Fahrzeuge

14.05.2017 22:28

Militärparade erinnert an US-Army

Da traute selbst der auf der goldenen Kugel stehende Mann seinen Augen nicht, als sich am Sonntag plötzlich knapp 20 perfekt und mit viel Liebe restaurierte alte Armeefahrzeuge am Kapitelplatz aufstellten. Der Grund: Der Salzburger Verein "Rainbow Division" erinnerte an die Befreiung Salzburgs durch die Amerikaner.

Von der Schwarzenbergkaserne kommend rollten die Militärfahrzeuge - von Willys Jeeps über mehrere Dodge-Lkw - im Originalzustand am Sonntag durch die Altstadt. Am Kapitelplatz stiegen die "US-Soldaten" aus. Nicht, um all den Schaulustigen Angst einzuflößen. Die Gedenkfahrt der "Rainbow Division" erinnert viel mehr an die Befreiung Salzburgs durch die Amerikaner vor 72 Jahren.

"Wir möchten mit unserer alljährlichen Parade den 8. Mai als ,Memorialday’, die Zeit zum Ende des II.Weltkrieges in Salzburg, der Bevölkerung wieder näher bringen und diesen besonderen Tag mit den Einheimischen und Freunden feiern", erklärte Obmann Heinz Raffetseder.

Hunderte waren gekommen, um die alten Gefährte zu bewundern. "Mit sechs Jahren sah ich zum ersten Mal einen Willys Jeep und erst 1983 konnte ich mir diesen Traum erfüllen. Seitdem wird das gute Stück gehegt und gepflegt", freut sich Ex-Primar Gernot Pauser.

Die "Regenbogen-Division" war in der Mozartstadt von Juli 1945 bis zum Juli des darauf folgenden Jahres stationiert. Unter ihrem Kommandanten Generalmajor Harry J. Collins sollten hier die bisherigen Kampftruppen abgelöst werden. Das Land Salzburg gehörte nun - nach der Einigung der vier Siegermächte in London - definitiv zur amerikanischen Besatzungszone. Bereits 1946 veranstaltete die 42. Infanterie-Division am 8. Mai anlässlich des 1. Jahrestages zur Beendigung des Krieges in Europa auf dem Residenzplatz eine Militärparade.

Vom Militärpolizisten Bernhard Stundner über General Eduard Harant, bis hin zu den Krankenschwestern Johanna und Gabriela Stegmüller, war für alle klar: Im nächsten Jahr kommen wir gewiss wieder.

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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