Mo, 11. Dezember 2017

Nahe China-Grenze

14.05.2017 09:56

Nordkorea: Weiterer Raketentest trotz US-Warnungen

Nordkorea hat trotz UN-Sanktionen und wachsenden Drucks der USA erneut eine Rakete getestet. Diese sei am Sonntag früh (Ortszeit) in der Nähe der Grenze zu China im Nordwesten des Landes gestartet und etwa 700 Kilometer weit geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanische Streitkräfte mit. Um was für einen Raketentyp es sich handelte, war zunächst unklar.

Nach Angaben des US-Pazifikkommandos, das den Start ebenfalls bestätigte, stürzte der Flugkörper zwischen Südkorea und Japan ins Meer. UN-Resolutionen verbieten dem wegen seines Atomprogramms international isolierten Land den Test ballistischer Raketen. Nordkorea hatte im April zwei Raketentests unternommen, die aber nach südkoreanischen Angaben beide fehlschlugen. In beiden Fällen soll es sich um Mittelstreckenraketen gehandelt haben.

Südkoreas neuer Präsident Moon Jae In habe wegen des neuen Raketentests den nationalen Sicherheitsrat einberufen, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Es war der erste nordkoreanische Raketenstart seit der Wahl Moons am 9. Mai. Dieser hatte während des Wahlkampfs erklärt, an die aktive Annäherungspolitik zu Nordkorea unter den früheren liberalen Präsidenten anknüpfen zu wollen. Er hatte das Nachbarland aber auch vor weiteren Provokationen gewarnt.

Trump droht mit Alleingang
Die Lage in der Region ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. US-Präsident Donald Trump drohte mehrfach mit Alleingängen im Konflikt mit der kommunistischen Führung in Pjöngjang. Auch schloss er einen Militärschlag nicht aus.

Nordkorea arbeitet trotz internationaler Sanktionen an ballistischen Raketen, die auch einen atomaren Sprengkopf bis in die USA tragen können. Experten warnten davor, dass es in der aufgeheizten Situation zu Missverständnissen kommen könnte, die einen militärischen Konflikt auslösen könnten.

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