Di, 12. Dezember 2017

Berater korrupt?

12.05.2017 15:47

Weiterer Fall von "Asyl gegen Geld" im Burgenland

Neuerlicher Korruptionsverdacht bei der Vergabe von Aufenthaltstiteln: Nachdem erst vor drei Wochen ein Fall von "Asylhandel" ausgerechnet im Erstaufnahmezentrum im niederösterreichischen Traiskirchen bekannt geworden war, ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch im Burgenland!

Konkret soll es im Verein Menschenrechte in Eisenstadt zum Handel "Asyl gegen Geld" gekommen sein. Ein mutiger Asylwerber aus dem Irak zeichnete zwei belastende Gespräche mit einem Asylberater auf. Dann spielte der Mann die Aufnahmen der "Presse" zu. Für 500 Euro versprach der ägyptischstämmige Berater, eine raschere Behandlung des Asylantrages ermöglichen zu können.

Verdächtiger leugnet
Laut Aufzeichnung lautete das korrupte Angebot wie folgt: "Sofort nach Zahlung, glaub mir, eine Woche später bekommst du den Bescheid." Trotz der Aufnahme leugnet der Verdächtige und sagt: "Das ist eine Unterstellung, die ich scharf zurückweise. Ich bin erstaunt!"

Behauptungen, wonach auch korrupte Beamte mit dem Ägypter kooperiert hätten, wies Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck allerdings energisch zurück: "Wir erwarten eine umfassende, vorbehaltlose Aufklärung des Falles."

Christoph Matzl, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden