Sa, 18. November 2017

Cold Case im TV

12.05.2017 11:04

Steirer seit 2003 vermisst: Belohnung ausgelobt

Hilfsbereit, stets in Feierlaune und sehr umtriebig - vor allem in der Rotlichtszene. Genau das könnte dem Steirer Hubert Schmied aber zum Verhängnis geworden sein. Seit 17. Oktober 2003 fehlt von dem Wirt und seinem schwarzen Audi 80 jede Spur. Die Cold-Case-Ermittler des Bundeskriminalamts vermuten eine Gewalttat. Durch einen Aufruf in der TV-Sendung "Aktenzeichen XY" erhoffen sie sich jetzt neue Hinweise. Eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro wurde ausgelobt.

Nach einer durchzechten Nacht in einer Rotlichtbar in Bruck an der Mur machte sich der Wirt am Morgen des 17. Oktober 2003 auf den Weg zu einem Großhändler. Wie jeden Freitag wollte der Pächter des Campingstüberls in Seebach die Einkäufe für sein Gasthaus erledigen.

Doch der damals 43-Jährige kam nie an - auf den wenigen Kilometern zum Großhändler verliert sich die Spur von Hubert Schmied. Dabei wurde er auf halbem Weg noch von seiner Nichte gesehen. Sie sollte die letzte, zumindest den Ermittlern bekannte Person sein, die den Steirer noch lebend sah.

Heiße Spur führte in Rotlichtszene
Seither sind der Wirt und sein schwarzer Audi 80 wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalisten sind überzeugt: Hubert Schmied fiel einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Erste heiße Spuren führten in die Rotlichtszene. Der Vermisste soll ein Verhältnis mit einer ungarischen Prostituierten gehabt haben - was dem Lokalbesitzer und vor allem den Zuhältern der Dame ganz und gar nicht passte. Doch die Ermittlungen brachten keinen Erfolg.

Als schließlich Jahre später die Cold-Case-Experten des Bundeskriminalamtes die Ermittlungsakten übernahmen, stieß man auf weitere Hinweise - diesmal aus der Drogenszene. Doch auch diese führten nicht zum Durchbruch.

Seit 4962 Tagen verschwunden
Jetzt, exakt 4962 Tage nach dem mysteriösen Verschwinden des Steirers, wird der Fall am kommenden Mittwoch (ZDF, 20.15 Uhr) in der mittlerweile bereits 518. Folge von "Aktenzeichen XY … ungelöst" aufgearbeitet. Man hofft und baut auf die Unterstützung der Zuseher. Für Hinweise, wodurch das Kriminalrätsel nach 13,5 Jahren endlich gelöst werden kann, wird zudem eine Belohnung von 1500 Euro ausgelobt.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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